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„Dramatisch wenig Personal“

Pattensen „Dramatisch wenig Personal“

Noch keine personelle Entlastung für das Pattenser Rathaus: Die CDU will die Bitte um weitere sechs Stellen noch beraten. Ratsherr Michael Wahl wirft der Verwaltung zudem Mängel in der Planung vor.

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Die Stadtverwaltung will sechs neue Stellen schaffen.

Quelle: Symbolbild/Archiv

Pattensen. Stadtsprecherin Andrea Steding bezeichnete die personelle Situation in der Stadtverwaltung am Dienstag als dramatisch. So seien zum Beispiel von drei Mitarbeitern im Klärwerk zwei längerfristig erkrankt. Offiziell vorgesehen sind für den Bereich sogar vier volle Stellen. „Wenn die Bürger weiterhin ihre Toiletten spülen wollen, müssen wir das Personal dort aufstocken“, sagte Steding.

Die Verwaltung bittet die Politik jetzt darum, im Nachtragshaushalt sechs zusätzliche Stellen auszuweisen. Das Gesamtbudget für die zurzeit 115 Mitarbeiter liegt bei etwa 5,9 Millionen Euro. Die zusätzlichen Stellen würden die Stadtkasse mit weiteren rund 250.000 Euro belasten. Bürgermeisterin Ramona Schumann weist allerdings darauf hin, dass das Budget für das Personal in den vergangenen Jahren nie ausgeschöpft wurde. Wegen Erkrankungen und Stellen, die zeitweise unbesetzt blieben, wurden jährlich etwa 200.000 Euro gespart, was auch für dieses Jahr erwartet wird.

Die CDU meldete in der Sitzung des Finanzausschusses noch weiteren Beratungsbedarf an und stellte den Antrag, die Entscheidung zu verschieben. Die anderen Mitglieder stimmten zu. Die SPD hat sich dennoch bereits eine Meinung gebildet. „Wir stimmen den zusätzlichen Stellen unter der Bedingung zu, dass 2016 und 2017 keine weiteren Stellen geschaffen werden“, sagt der Fraktionsvorsitzende Thomas Vogel. Steding sieht den Vorschlag kritisch. „Ich halte es für schwierig, sich in dieser Weise festzulegen. Wir wissen nicht genau, welche Herausforderungen uns in den nächsten Jahren erwarten“, sagte sie. So halte sie es für möglich, dass für die Betreuung von Flüchtlingen noch weitere Stellen geschaffen werden müssen.

Kritik an der Planung innerhalb der Verwaltung übte CDU-Ratsherr Michael Wahl. Er bezog sich auf die zwei zusätzlichen Stellen, die für den neuen Bereich der Geschäftsbuchhaltung geschaffen werden sollen. Sämtliche Buchungen sollen künftig zentral an einer Stelle erledigt werden. Auf Vorgabe der Politik hatte die Verwaltung versucht, das Projekt ohne zusätzliche Stellen umzusetzen. „Jetzt soll der neue Bereich mit der Arbeit beginnen und plötzlich fehlt Personal? So blauäugig kann das doch nicht geplant sein“, sagte Wahl. Schumann entgegnete: „Unsere Einsicht hat so lange gedauert, weil wir viele Alternativen durchgespielt haben, um weitere Einstellungen zu vermeiden.“

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