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Hände weg vom Wasserzähler

Pattensen Hände weg vom Wasserzähler

Schutz vor Krankheitserregern: Die Stadt Pattensen will die Wasserzähler in das Eigentum ihrer Wasserversorgung übernehmen, um beim Austausch eine Verseuchung des Leitungsnetzes zu vermeiden. Zurzeit gibt es allerdings noch viele ungeklärte Fragen.

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Die Stadt Pattensen will die Wasserzähler künftig selbst austauschen.

Quelle: Symbolbild/dpa

Pattensen. „Beim Austausch von Zählern besteht die Gefahr, dass Krankheitserreger in das Wassernetz gelangen.“ Das erläuterte Fachbereichsleiterin Heike Hessenkamp am Montagabend im Betriebs-, Finanz- und Organisationsausschuss. „In Pattensen ist das noch nicht vorgekommen, doch bundesweit gibt es immer wieder Berichte darüber.“

Wasserzähler haben in der Regel eine Eichzeit von sechs Jahren. Bisher hat die Stadt die Hauseigentümer dann immer angeschrieben und diese mussten sich selbst um den Austausch kümmern. „Jetzt rufen wir öffentlich dazu auf, den Austausch zu unterlassen, selbst wenn die Eichzeit abgelaufen ist“, sagte Hessenkamp.

Zurzeit erarbeiten Fachverbände Richtlinien zum sicheren Austausch eines Wasserzählers. Sobald diese veröffentlicht sind, will die Stadt aufgrund dieser Vorgaben den Austausch von Wasserzählern ausschreiben. Hessenkamp rechnet 2016 damit.

Auf Nachfrage von Karl-Heinz Bischoff-Tschirner (SPD) zeigte sich, dass viele Details unklar sind. So hat die Verwaltung zum Beispiel noch keinen Vorschlag gemacht, ob der Auftrag für einen Zeitraum von möglicherweise sechs Jahren oder über eine bestimmte Stückzahl von Zählern vergeben werden soll. Offen ist auch, ob Bürger pauschal oder nach individuellen Richtlinien finanziell beteiligt werden. Fest steht, dass die Zähler erst ausgewechselt werden, wenn der Zeitraum von sechs Jahren abgelaufen ist. Hessenkamp sagte: „Wenn Bürger vor zwei Jahren einen neuen Zähler gekauft haben, werden wir ihn nicht vor Ablauf der Eichfrist auswechseln.“

Schumanns Schlüsselgewalt

Sprichwörtlich im Regen standen die Ausschussmitglieder zu Beginn der Sitzung. Die Verwaltungsstelle an der Walter-Bruch-Straße, in der der Ausschuss tagen wollte, war am Montag um 19 Uhr abgeschlossen. Es war schließlich Bürgermeisterin Ramona Schumann, die zehn Minuten später angefahren kam, um das Gebäude zu öffnen. Zuhörer gab es erst keine. Ein Radfahrer sah die Menschenmenge und entschloss sich spontan, die Sitzung zu verfolgen.

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