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Schumann bei der re:publica

Pattensen/Berlin Schumann bei der re:publica

Dass Pattensens Bürgermeisterin digitaler Technik aufgeschlossen gegenüber steht, ist bekannt. Nun hat die 36-Jährige erstmals einen Workshop bei der Digitalkonferenz re:publica in Berlin geleitet - und diskutierte darüber hinaus beim Townhall-Gespräch mit Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles.

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Wie sieht die Arbeit der Zukunft aus? Beim Townhall-Gespräch mit Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (Mitte) stellt Pattensens Bürgermeisterin Ramona Schumann (Zweite von links) die Frage nach Telearbeit im öffentlichen Dienst.

Quelle: BMAS

Pattensen/Berlin. Rund 8000 Besucher waren von Montag bis Mittwoch bei der re:publica in Berlin-Kreuzberg dabei - unter ihnen auch Schumann und ihr Wennigser Amtskollege Christoph Meineke. Unter dem schrillen Titel "Partizipation X - Collaboration, Cooperation oder Hierarchie 2.0" sprachen die beiden Verwaltungschefs am Mittwoch bei einem halbstündigen Workshop ("Session") darüber, wie sich die neue digitale Welt mit der Praxis der staatlichen Institutionen in Einklang bringen lassen. "Driften die gesellschaftlichen Modelle des digitalen Lebens, des Schwarms und der Vernetzung mit der Realität aus Rechtsordnung und gewachsenen Strukturen auseinander?" lautete eine Fragestellunge.

Meineke berichtete unter anderem aus seinen Erfahrungen mit der Online-Beteiligung von Bürgern. 2012 etwa erhielt ein Konsultationsverfahren zu einem Wennigser Wohngebiet den Preis für Online-Partizipation. Schumann konzentrierte ihren Vortrag auf ihre Erfahrungen als Kandidatin im Bürgermeisterwahlkampf 2014. Bei der Erstellung ihres Wahlprogramms habe sie neben Haustürbesuchen auch auf soziale Medien wie facebook gesetzt. Ihre Quintessenz: "Online-Partizipation geht nicht ohne Offline-Partizipation" - also das direkte Gespräch.

Bereits am Dienstag nahm Schumann am sogenannten Townhall-Gespräch mit Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles teil. Unter dem Titel "Arbeiten 4.0" ging es um die Arbeitswelt der Zukunft. Schumann warf die (Zuschauer-)Frage auf, ob bei den Konzepten auch der öffentliche Sektor mitgedacht werde - gesprochen werde in diesem Zusammenhang zumeist über die Privatwirtschaft.

Die Frage hat unmittelbar mit der Pattenser Wirklichkeit zu tun: Zuletzt habe die Stadt mehrere Stellenausschreibungen mangels geeigneter Bewerber wiederholen müssen, sagte Schumann im Gespräch mit dieser Zeitung. Die Stadt befinde sich in Konkurrenz zur Privatwirtschaft, wo nicht nur mehr gezahlt werde, sondern beispielsweise auch andere Möglichkeiten der Telearbeit bestehen: Behörden unterliegen unter anderem aus Datenschutzgründen engeren Grenzen. Für Pattensen kündigte die Bürgermeisteirn an: "Wir werden das Thema alternierende Telearbeit intensiv anpacken."

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Ramona Schumann

Quelle: Privat

Pattensens Bürgermeisterin Ramona Schumann.

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