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Schumann fordert Geld

Pattensen Schumann fordert Geld

Die Flüchtlingspolitik war eines der Hauptthemen beim Neujahrsempfang der Stadt Pattensen am Freitagabend. Sowohl Gastredner Alptekin Kirci als auch Bürgermeisterin Ramona Schumann gingen in ihren Reden vor etwa 500 Gästen im Ratskeller darauf ein.

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Alptekin Kirci geht als Gastredner auf dem Neujahrsempfang der Stadt Pattensen auf die Flüchtlingspolitik ein.

Quelle: Kim Gallop

Pattensen. Der studierte Anwalt Kirci mit deutsch-türkischen Wurzeln ist Referatsleiter im Büro von Doris Schröder-Köpf, der Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe. Um die Situation zu verbessern, bedürfe es auch internationaler Maßnahmen, sagte Kirci. So müssten etwa die Schlepperbanden gestoppt werden und die Menschen, die nicht vor Krieg fliehen, sondern aus wirtschaftlicher Not, müssten wissen, dass sie in Deutschland kein Asyl erhalten.

Kirci rief aber auch dazu auf, den Zustrom von Menschen nach Deutschland und nach Niedersachen, als Chance zu begreifen. "Wir brauchen Fachkräfte." Aus Leistungsempfängern sollten Leistungsträger der Gesellschaft werden, forderte der Redner. Dazu seien Sprache und Bildung der Schlüssel. Das Land Niedersachsen wolle den Integrationsprozess unterstützen und habe deshalb viele Millionen Euro zur Unterstützung der Flüchtlinge im Haushalt für 2016 eingeplant. Er lobte den Beitrag der Kommunen und besonders der Stadt. "Sie leisten richtig gute Arbeit in Pattensen", sagte Kirci mit Blick auf das "beeindruckende" Engagement des Flüchtlingsnetzwerks.

Pattensens Bürgermeisterin Ramona Schumann bestätigte im Namen aller Kommunen: "Wir brauchen Geld." Dies solle unter anderem in mehr Personal sowie  Konzepte für Sicherheit und Ausbildung fließen. Sie griff den Auspruch "Wir schaffen das" von Kanzlerin Angela Merkel auf. Schumann machte klar, in Wirklichkeit müsse es heißen "Die Kommunen schaffen das". Das hätten die Bürgermeister und die Verwaltungen gezeigt - "beispiellos pragmatisch und unbürokratisch".

Der Neujahrsempfang stand unter dem Motto "Neu in Pattensen". Schumann erinnerte sich daran, wie sie vor 12 Jahren neu in die Stadt gezogen war. "Neu zu sein heißt, sich anzupassen", sagte sie, "aber auch ein Stück von sich selbst in eine neue Gemeinschaft zu geben, um sie zu bereichern." Eine Möglichkeit, sich zu engageiren, biete zum Beispiel die Kommunalwahl im September - ob als Wahlhelfer oder Kandidat. Ihr erster ehrenamtlicher Einsatz am neuen Wohnort sei der als Wahlhelferin gewesen, erinnerte sich die Bürgermeisterin lächelnd. Und fügte unter Gelächter und Applaus hinzu: "Und Sie sehen, was daraus geworden ist."

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