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Stadtentwicklung als Mitmachprojekt

Pattensen Stadtentwicklung als Mitmachprojekt

Bürgermeisterin Ramona Schumann (SPD) will ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept für Pattensen mit breiter Bürgerbeteiligung entwickeln. Bereits dieses Jahr sollen in den Nachtragshaushalt 50.000 Euro eingestellt werden. Erstmals wurden die Pläne jetzt im Ortsrat Schulenburg vorgestellt.

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Baugebiete wie in Jeinsen und Pattensen werden beim Stadtentwicklungskonzept eine Rolle spielen. Es geht aber auch um Fragen der Digitalisierung wie sie Ramona Schumann mit der Landtagsabgeordneten Silke Lesemann im Rathaus diskutiert oder die Entwicklung der Feuerwehren, die nicht nur Brände löschen, sondern auch sozial in der Stadt engagiert sind und zum Beispiel Veranstaltungen organisieren. 

Quelle: Torsten Lippelt, Tob ias Lehmann, Tobias Lehmann, Torsten Lippelt

Pattensen. Die Erstellung eines Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) gehörte bereits zum Wahlprogramm der Bürgermeisterin. Jetzt will Schumann den vermutlich mehrjährigen Prozess anstoßen. Es soll erstmals ein Konzept für die gesamte Stadt entwickelt werden. Bisher gab es nur kleinere Entwicklungskonzepte für einzelne Ortsteile. Eines wurde zum Beispiel vor einigen Jahren für Pattensen-Mitte erstellt, um Förderungen für die Altstadtsanierung zu bekommen.

Das ISEK soll für Rat und Verwaltung eine Grundlage sein, wesentliche Parameter der Stadtentwicklung zu erfassen und die Konsequenzen möglicher Entscheidungen gegeneinander abwägen zu können. Zudem könne es helfen, um Fördermittel für verschiedene Projekte zu bekommen, erläuterte Schumann im Gespräch mit dieser Zeitung. "Es geht dabei nicht nur um die städtebauliche Entwicklung, sondern auch um soziale Aspekte", sagte Schumann. Mögliche Themen des Prozesses wären die Entwicklung der Infrastruktur, die Digitalisierung, die Demografie und die Haushaltskonsolidierung.

Die Bürgermeisterin wünscht sich für den gesamten Prozess eine breite Bürgerbeteiligung. "Ich gehe davon aus, dass die Pattenser ein Interesse an der Entwicklung ihrer Stadt haben", sagte sie. Deshalb soll nicht nur in allen Ortsräten und Ausschüssen über das Thema diskutiert werden, sondern auch in Bürgerveranstaltungen. Die Bürgermeisterin sagte, dass ein Schwerpunkt dabei auch die Herausarbeitung der Stärken von Pattensen sein soll. Das helfe bei der Präsentation der Stadt nach außen, gebe aber auch den Bürgern mehr Selbstvertrauen. "Es ist eine Art äußeres und inneres Stadtmarketing", sagte Schumann. Sie könne sich verschiedene Formen der kontinuierlichen Bürgerbeteiligung vorstellen wie zum Beispiel gemeinsame Diskussionsrunden und zusätzlich die regelmäßige Aufnahme eines Podcasts. Dabei handelt es sich um eine Audio- oder Videodatei, die im Internet abgerufen werden kann. 

Schumann will für das Projekt mit einem externen Partner zusammen arbeiten. "Es ist immer gut, wenn noch ein Außenstehender einen Blick auf die Ideen wirft", sagte sie. Die Verwaltung wolle Vertreter mehrerer Planungsbüros einladen, die sich dem Rat vorstellen. Dieser kann die Wahl treffen. Zur Finanzierung des Projekts sollen noch in den Nachtragshaushalt für dieses Jahr 50.000 Euro eingestellt werden. Weitere 10.000 Euro sind für 2018 geplant.

Erstmals wurde das Projekt in der Sitzung des Ortsrats in Schulenburg vorgestellt. Die vier Mitglieder der SPD und CDU stimmten dafür, die drei Vertreter der UWG dagegen. Klaus Iffland (UWG) sagte, dass das ISEK zwar sinnvoll sei, es im Moment aber noch dringendere Projekte gebe.

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