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Flüchtlingsberater hilft auch bei Mülltrennung

Pattensen Flüchtlingsberater hilft auch bei Mülltrennung

Pattensens Flüchtlings-Sozialarbeiter Christian Dorra bringt viel Erfahrung bei Bildung und Qualifizierung mit. Dies ist jetzt gefragt, um den etwa 250 Neubürgern, die seit 2015 ins Stadtgebiet gekommen sind, bei der Integration zu helfen.

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Ist weiterhin viel mit dem Auto unterwegs, aber auf kürzeren Strecken: Christian Dorra.

Quelle: Kim Gallop

Pattensen. Als Dorra im September 2015 seine Vollzeitstelle antrat, ging es in Pattensen hauptsächlich darum, für die monatlich vom Land zugewiesenen Flüchtlinge Wohnungen und Häuser zu finden. Praktisch alle Mitarbeiter der Stadtverwaltung hätten "fast an der Grenze gearbeitet", erinnert sich der 56-Jährige.

Inzwischen kommen nur noch wenige neue Flüchtlinge in die Stadt. Derzeit geht es laut Dorra darum, ihnen die Mülltrennung zu erklären, sie beim Wechseln ihrer Wohnung zu beraten, bei der Wahl einer Schule für die Kinder oder eines Sprachkurses, oder sie bei der Suche nach Arbeit zu unterstützen.

Flüchtlinge mit Aufenthaltsgenehmigung werden vom JobCenter betreut. Dorra und seine Kolleginnen, Elisabeth Ilse und Heike Grützner, bleiben aber für viele erste Ansprechpartner. Dorra bringt dabei die Erfahrung ein, die er nach dem Studium des Sozialwesens bei der Arbeit für unterschiedliche Bildungsträger gesammelt hat. Er unterstützte Langzeitarbeitslose und Menschen ohne Abschluss bei dem Einstieg in die Arbeitswelt.

Seine Tätigkeit in Pattensen findet er "interessanter und verantwortungsvoller". Einige jüngere Flüchtlinge wollen in eine größere Stadt ziehen, oder in ein anderes Bundesland. Einige wollen am liebsten sofort studieren, können aber nicht gut genug Deutsch. Ein Flüchtling will in seine Heimat zurück, weil ein Familienmitglied dort schwer erkrankt ist. "Es ist keinen Tag langweilig", sagt Dorra.

Von der Arbeit für die Bildungsträger wollte der Hannoveraner weg, weil er jahrelang täglich weite Autofahrten zu Unterrichtsorten in ganz Niedersachsen zurücklegen musste. Auch jetzt ist er häufig dienstlich mit dem Auto unterwegs - muss aber nur bis nach Schulenburg, Jeinsen oder Koldingen fahren.

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