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Pattenserin dreht zwei Wochen auf Madagascar

Pattensen-Mitte Pattenserin dreht zwei Wochen auf Madagascar

Kein Strom, klein fließendes Wasser, doch überall Handys: Die Pattenser Filmemacherin Julia Dordel hat zwei Wochen lang einen Dokumentarfilm auf Madagascar über die nur dort lebende Lemurenaffenart Bandro gedreht und tauchte dabei in eine Welt voller Gegensätze ein.

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Julia Dordel (Zweite von links) ist auf dem Weg zum Lebensraum des Bandro.

Quelle: Arnaud De Grave

Pattensen. Julia Dordel ist gerade erst nach Deutschland zurück gekehrt und noch ganz beeindruckt von der Reise. Das Leben der Bauern, Fischer und Dorfbewohner rund um den Alaotra-See auf Madagascar sei teilweise so "wie bei uns vermutlich vor mehr als 100 Jahren", sagt sie. Meist gebe es keinen Strom und kein fließendes Wasser. Die Mobilfunknetze seien so schwach, dass Dordel sich auf das Lesen von Mails beschränken musste. Anhänge herunterzuladen sei bereits schwierig gewesen. Dennoch seien Handys weit verbreitet. "Ein bizarrer Gegensatz", sagt Dordel.

Die Menschen vor Ort seien sehr freundlich und offen gewesen. "Das Drehen war unkompliziert", sagt die Pattenserin. Mittelpunkt ihres Dokumentarfilms ist jedoch die Lemurenaffenart Bandro, die nur rund um den Alaotra-See lebt. Dessen Lebensraum ist bedroht, da dieser auch von Fischern und Reisbauern beansprucht wird. Die notwendigen Erläuterungen vor der Kamera lieferte Umweltexpertin Lena Reibelt, die auch Vorstandsmitglied des Vereins Madagascar Wildlife Conservation in Hannover ist.

Die Tage begannen für die Filmcrew meist gegen 4 Uhr. Dann ging es mit dem Kanu über den See an die Stellen, an denen der Bandro lebt. "Um die Uhrzeit war es meist noch lausekalt", sagt Dordel. Die berüchtigte Tropenhitze trat immer erst im Laufe des Tages ein. Bereits gegen 18 Uhr mussten die Dreharbeiten beendet werden, da es dunkel wurde. "Es war toll, die Sterne mal nicht durch elektrisches Licht verfälscht zu sehen", sagt Dordel.

Der Film muss jetzt noch geschnitten werden. Zeitgleich wird sich Dordel auf die Suche nach einem Sender begeben, der den Film ausstrahlt.

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