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Grundstücksbesitzer dürfen wieder bauen

Pattensen-Mitte Grundstücksbesitzer dürfen wieder bauen

Es kann wieder losgehen: Der Rat der Stadt Pattensen hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, den Bebauungsplan für das Neubaugebiet Pattensen Mitte-Nord zu ändern. Die Region will jetzt wieder Baugenehmigungen für die Grundstücksbesitzer erteilen.

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Im dritten Abschnitt des Baugebiets Pattensen Mitte-Nord kann bald wieder gebaut werden.

Quelle: Kim Gallop

Pattensen-Mitte. "Dieser Vorgang kann als einmalig bezeichnet werden", sagte Bürgermeisterin Ramona Schumann (SPD) in der Sitzung des Rats am Donnerstag. Sie habe sich sowohl mit Amtskollegen wie auch Fachleuten aus dem Baubereich unterhalten. Keiner konnte sich an einen ähnlichen Fall erinnern. Bei der Erschließung des dritten Abschnitts des Baugebiets Pattensen Mitte-Nord durch den Bauinvestor Werretal war es zu Abweichungen von dem bestehenden Bebauungsplan gekommen. Viele Grundstücksflächen waren zu groß ausgefallen, was auch Auswirkungen auf die geplanten Straßen sowie vorgeschriebene öffentlicher Grünflächen hat.

Jens-Uwe Kiel (SPD) hatte bereits im Bauausschuss einen Tag zuvor darauf hingewiesen, dass der Nutzen für den Bauinvestor Werretal auf der Hand liege: "Größere Grundstücke bringen auch mehr Geld." Im dem Baugebiet werden rund 130 Grundstücke angelegt, die zu zwei Dritteln von Werretal und zu einem Drittel von der Stadt vermarktet werden. Der Erste Stadtrat Axel Müller sagt, dass der unrechtmäßige Flächenzuwachs der Grundstücke auch diejenigen betreffe, die von der Stadt vermarktet werden.

Die Bürgermeisterin betonte jedoch, dass dies nicht im Sinne der Stadt gewesen sei. "Unser Ziel ist eine städtebaulich sinnvolle Entwicklung. Das Ziel des Investors ist die Maximierung von Bauland", sagte sie. Sämtliche Ratsmitglieder sprachen sich einstimmig dafür aus, den Bebauungsplan der aktuelle Erschließung anzupassen. Sie fordern jedoch, dass Werretal in einem neuen städtebaulichen Vertrag die Kosten von rund 10.000 Euro übernehmen wird. Die Region Hannover hatte als Bauaufsicht bereits im Vorfeld versichert, dass Baugenehmigungen wieder erteilt werden, sobald der Rat für die Anpassung des Bebauungsplans gestimmt habe.

Neu ist, dass im südwestlichen Teil des Baugebiets eine öffentliche Grünfläche angelegt werden soll, auf der später möglicherweise auch noch ein Spielplatz gebaut werden kann. Die Ansiedlung eines Einzelhändlers in dem Gebiet hält die Verwaltung für unwahrscheinlich. Müller verwies auf ein Gutachten, das die Stadt vor rund zwei Jahren erstellt hat. Demnach ist die Zahl der Versorger in der Innenstadt ausreichend. "Wir sind eher schon überversorgt", sagt Müller.

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