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Pattenser gehen in der Grundschule auf Mörderjagd

Pattensen-Mitte Pattenser gehen in der Grundschule auf Mörderjagd

Von gruselig bis spaßig: Im Rahmen der Veranstaltugsreihe Krimifest in der Region hat Autorin Susanne Mischke in der Grundschule Pattensen aus ihrem aktuellen Psychothriller "Kalte Fährte" vorgelesen.

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Susanne Mischke stellt in einer Lesung in der Grundschule ihr aktuelles Buch vor. 

Quelle: Tobias Lehmann

Pattensen. Susanne Mischke besitzt eine für Autoren sehr wichtige Fähigkeit: Sie braucht nur wenige Sätze, um dem Leser ihrer Krimis die Charaktere plastisch vor Augen zu führen. Das wurde einmal mehr deutlich in der Lesung vor rund 80 Gästen am Donnerstagabend in der Grundschule Pattensen. Die Veranstaltung war ausverkauft. „Mit mehr als 80 Gästen wäre es ungemütlich geworden“, sagte Bibliotheksleiterin Cornelia Schneider, die die Lesung in der regionsweiten Veranstaltungsreihe Krimifest moderierte.

Mischke las aus ihrem aktuellen Roman „Kalte Fährte“ vor, den sie als Psychothriller bezeichnet. Darin geht es unter anderem um eine gläubige Familie, die nach sehr strengen religiösen Regeln lebt. Die beklemmende Atmosphäre scheint immer wieder zwischen den Zeilen durch. So ist die Tochter Judith neidisch auf ihre Schwester, die sehr gut aussieht und ihre Schönheit auch gezielt einzusetzen weiß. Judith verurteilt zugleich ihre Schwester für deren Oberflächlichkeit, wie auch sich selbst für ihren Neid, den sie als Sünde sieht.

Immer wieder sorgte Mischke mit kurzen Kommentaren zwischen den gelesenen Passagen auch für Erheiterung. So fragte sie zum Beispiel, ob einer der Gäste aus dem Eichsfeld sei. Dort spielt ein Teil ihres Buchs. Niemand meldete sich. „Das ist gut. Dann können wir richtig lästern“, sagte sie. Aber auch einige Passagen aus ihrem sonst eher düsterem Buch sind für ein paar Lacher gut. So beschreibt Mischke die Haut einer Protagonistin als Porzellanteint, der „an eine Delfter Kachel“ erinnert. Fortan wird diese Figur auch nur noch „die Delfter Kachel“ genannt.

Viele der Gäste ließen sich anschließend ein Buch von Mischke signieren. In der gemütlichen Atmosphäre bei gedämpften Licht ging die Autorin auch noch auf die oder andere Frage ein.

Von Tobias Lehmann

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Von Redakteur Sarah Dettmer

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