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Pattenser machen eine Harz-Tour

Pattensen Pattenser machen eine Harz-Tour

Der Harzklub Zweigverein Hahnenklee hat den 35. Harzwandertag für Menschen mit Behinderungen ausgerichtet. Mitgewandert ist eine 14-köpfige Gruppe aus Pattensen, zu der zwei Rollstuhlfahrerinnen gehörten.

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Die Gruppe aus Pattensen hat viel Spaß beim Wandern im schönen Harz.

Quelle: Privat

Pattensen. Die Beteiligung am Harzwandertag wird seit mehr als zehn Jahren vom Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK) Pattensen/Calenberger Land organisiert. Dieses Mal hatten sich auch die Behindertenbeauftragte, die Seniorenbeauftragte und der Wohnberater beteiligt.

„Die insgesamt 50 Teilnehmer haben bei doch recht moderaten Temperaturen einen angenehmen Tag in Gemeinschaft verbracht“, berichtet Peer Maßmann, Leiter der BSK-Kontaktstelle. Die drei Kilometer lange Wanderung habe am Kurpark begonnen und führte über den Langeliether Grabenweg zum Oberförster-Herrmann-Müller-Denkmal. „Die vom Harzklub ehrenamtlich unterhaltenen Rollstuhlwanderwege sind einmalig in Deutschland“, sagt Maßmann.

Leider habe es auch ein Problem gegeben: Das für eine Kaffee-und Kuchen-Pause ausgesuchte Hotel hatte keine behindertengerechten Toiletten - obwohl das im Vorfeld zugesagt worden war. „Das Hotel deutete diesen unhaltbaren Zustand als Problem unserer Gruppe, schließlich hätten ihre Hotelgäste keine Probleme damit“, berichtet Maßmann. Der Harzklub und der BSK hätten sich deshalb darauf verständigt, beim Harzwandertag im kommenden Jahr die Mobile Barrierefreie Toilette (MBT) des BSK zu erproben.

Sie soll am Vereinsheim des Harzklubs hinter der Stabkirche aufgestellt werden - dem Start und Ziel des dann 36. Wandertages für Menschen mit Behinderungen. Auch das gesellige Beisammensein soll ins Vereinsheim verlegt werden. „Alle Beteiligten waren sich einig, dass eine solche Veranstaltung ohne Verfügbarkeit von Behinderten-WC gar nicht geht.“

Harzklub ebenso wie BSK hätten festgestellt, dass bei der Vereinsarbeit inzwischen der Nachwuchs fehlt, berichtet Peer Maßmann weiter. „Immer weniger Aktive für immer mehr Arbeit.“ Aufgrund vielfacher Sparzwänge im Sozialbereich seien auch die Teilnehmerzahlen für den Wandertag rückläufig. „In guten Jahren waren weit mehr als doppelt so viele Menschen dabei.“

Beide Vereine wollen sich dafür einsetzen, dass die Tradition eines Wandertages für Menschen mit Behinderungen fortgeführt wird. Die Wanderwege seien selbstverständlich das ganze Jahr offen.

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