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Polizei will Raser auf Todesstrecke B 3 ausbremsen

Pattensen Polizei will Raser auf Todesstrecke B 3 ausbremsen

Nach dem tragischen Unfall, bei dem am Sonntag auf der B 3 bei Pattensen zwei Menschen ums Leben gekommen sind, wollen Polizei und Landesverkehrswacht die Strecke nun überprüfen und Raser konsequent ausbremsen.

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Ein 24-jähriger Mazda-Fahrer hatte am Sonntagabend nach einem Überholmanöver die Kontrolle über seinen Wagen verloren.

Quelle: Elsner

Pattensen. Ein 24-jähriger Mazda-Fahrer hatte am Sonntagabend nach einem Überholmanöver die Kontrolle über seinen Wagen verloren. Das Auto prallte gegen einen Baum, zwei Mitfahrer starben. Erst Anfang Juni war es auf dem selben Streckenabschnitt zu einem ähnlichen Unfall gekommen: Ein 20-jähriger Autofahrer hatte damals mehrere Fahrzeuge überholt, war beim Einscheren ins Schleudern gekommen und mit einem entgegenkommenden Subaru zusammengestoßen. Eine 18-jährige Frau wurde lebensgefährlich verletzt.

Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der B3 nahe Pattensen sind am Sonntagabend zwei Menschen ums Leben gekommen. Zwei weitere wurden schwer verletzt.

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„Der Streckenabschnitt gilt seit Jahren als problematisch“, sagt die Geschäftsführerin der Landesverkehrswacht, Cornelia Zieseniß. Bereits im Jahr 2000 installierte die Verkehrswacht dort Plakate, um vor der Unfallgefahr zu warnen. „Die Aktion hat Wirkung gezeigt, die Unfallzahlen sind zurückgegangen“, sagt Zieseniß. Im vergangenen Jahr nahmen die Unfälle aber wieder zu. 32-mal musste der Verkehrsunfalldienst nach Pattensen ausrücken, drei Personen erlitten schwerste Verletzungen. „Wir müssen uns fragen, wie wir erfolgreich an die Vernunft der Autofahrer appellieren können“, sagt Zieseniß. Die Unfallkommission wird den Streckenabschnitt jetzt erneut begutachten. „Es muss überprüft werden, was Autofahrer dazu animiert, dort so schnell zu fahren“, sagt Gerd Schöler, Verkehrsexperte der Polizeidirektion Hannover. Die Polizei will die Strecke vorerst im Blick behalten. Schöler kündigt intensive Geschwindigkeitskontrollen an.

Inzwischen hat die Polizei rekonstruiert, wie es am Sonntag zu dem tödlichen Unfall kam. In dem Mazda saßen zwei junge Männer und zwei Frauen, die aus den Bereichen Stadthagen und Einbeck stammen sollen. Sie waren gegen 20.45 Uhr in Richtung Süden unterwegs. Zwischen den Ortschaften Oerie und Thiedenwiese überholte der 24-jährige Fahrer einen BMW. Beim Einscheren auf der regennassen Fahrbahn verlor er die Kontrolle über den Mazda, das Auto prallte gegen einen Baum. Die Wucht des Zusammenstoßes war so heftig, dass der Fahrer aus dem Wagen gerissen wurde. Ein 20-Jähriger und eine 29-Jährige, die auf dem Rücksitz saßen, schleuderten durch die Heckscheibe. Beide erlagen noch vor Ort ihren Verletzungen.

Der Fahrer kam mit lebensbedrohlichen Verletzungen in eine Klinik, die 20 Jahre alte Beifahrerin wurde im Wrack eingeklemmt und schwer verletzt. Die 33-jährige Fahrerin des BMW erlitt einen Schock und konnte noch nicht befragt werden. Zeugen berichteten der Polizei, der Mazda-Fahrer sei unmittelbar vor dem Unfall durch riskante Manöver aufgefallen. Er soll mehrere Fahrzeuge überholt haben. Die Polizei ermittelt gegen ihn wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung mit Todesfolge.

Vivien-Marie Drews, Tobias Morchner

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Autounfall an der Ortschaft Thiedenwiese, zwei Tote und zwei Schwerverletzte.

Die Polizei hat die Beteiligten des schweren Verkehrsunfalls in Pattensen identifiziert. Bei dem Unfall auf der Bundesstraße 3 waren demzufolge am Sonntag ein 20 Jahre alter Mann und eine 29-jährige Frau ums Leben gekommen. Ein 24-Jähriger und eine 20-jährige Beifahrerin wurden lebensbedrohlich verletzt.

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