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CDU mahnt fehlendes Schulkonzept an

Pattensen CDU mahnt fehlendes Schulkonzept an

Um die vier Grundschulen im Stadtgebiet zukunftsfähig zu machen, will die Stadtverwaltung von Pattensen ein Grundschulkonzept entwickeln. Ratsmitglied Jonas Soluk (CDU) hat bei der Sitzung am Donnerstagabend kritisiert, dass es mit dieser wichtigen Aufgabe nicht voran geht.

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Die Grundschule an sich - im Bild die an der Marienstraße - bleibt eine Baustelle. Das gilt für die Gebäude ebenso wie für das pädagogische Konzept.

Quelle: Tobias Lehmann (Archiv)

Pattensen. Der Anlass, zu dem Soluk das Wort ergriff, war eigentlich sehr erfreulich: Der Rat hat einstimmig beschlossen, dass die Grundschule Jeinsen ab Sommer 2017 Ganztagsschule ist. So hatten es auch Ortsrat und Schulausschuss empfohlen - Eltern, Lehrer und Schulleitung hatten lange dafür gearbeitet.

"Genau so muss es laufen", sagte Soluk lobend. "Nicht, dass den Schulen etwas übergestülpt wird." Umso ärgerlicher sei es, dass "ein wichtiger Strategieprozess" nicht voran käme, der alle Grundschulen im Stadtgebiet betrifft. Ähnlich hatte sich der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Ratsfraktion am Mittwochabend auch im Schulausschuss geäußert.

So fehle seit einem Dreivierteljahr der Schulentwicklungplan - ebenso wie übrigens der Kindertagesstättenbedarfsplan. Gerade für die kleinen Grundschulen in Jeinsen und Hüpede halte er das Fehlen des Planes - in dem unter anderem die aktuellen und die zu erwartenden Schülerzahlen enthalten sind - für "kritisch", sagte Soluk.

Die Verwaltung habe zwar im April einen Workshop zu dem Thema mit Vertretern von Politik, Verwaltung, Lehrerschaft und Eltern veranstaltet. "Sonst hat man aber nie wieder etwas davon gehört." Sylvia Düring, Leiterin des Sachgebiets Bildung, verwies auf "personelle Engpässe" in der Verwaltung. Soluk meinte, dann hätte die Stadt lieber auf die Umstellung der Regenwassergebühr verzichten sollen, die einen "extremen Verwaltungsaufwand" verursacht habe. "Schule ist für eine Kommune das Thema. Wir sind Schulträger."

Bürgermeisterin Ramona Schumann reagierte enttäuscht auf die harsche Kritik. "Wir arbeiten seit einem Dreiviertel Jahr daran, das Grundschulkonzept ist aber für uns eine freiwillige Aufgabe. Die Pflichtaufgaben gehen vor." Der Politik seien die Personalprobleme, die sich durch praktisch alle Fachgebiete ziehen und die Arbeit sehr erschweren, bekannt. Bei dem Grundschulkonzept sei eine breite Bürgerbeteiligung besonders wichtig, betonte Schumann. "Bis es zu einem Beschluss kommt, wird es noch einige Zeit dauern." An den ausstehenden Kitabedarfs- und Schulentwicklungsplänen arbeite die Verwaltung derzeit und werde sie dem neuen Rat demnächst vorlegen.

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