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Realverband und BUND sprechen über Wegeränder

Pattensen-Mitte Realverband und BUND sprechen über Wegeränder

Der Realverband Pattensen und der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) haben bei einem gemeinsamen Pressetermin über die Problematik Wegeseitenränder informiert.

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René Hertwig (links) und Christian Redeker schauen sich eine der umstrittenen Ackerflächen an, die Redeker gehört.

Quelle: Kim Gallop

Pattensen-Mitte. Die sogenannten Wegeseitenränder sind unbearbeitete Grünstreifen zwischen Äckern und landwirtschaftlichen Wegen. Sie bieten wilden Pflanzen Lebensraum sowie wilden Tieren Schutz und Nahrung. Die BUND-Kreisgruppe hatte vor kurzem eine Untersuchung öffentlich gemacht, nach der allein im Gebiet von Pattensen-Mitte mehr als 4.600 Qudratmeter umgepflügt wurden und dafür als wertvolles Biotop verloren sind.

Christian Redeker, der Vorsitzende des Realverbands, und René Hertwig, Naturschutzreferent der Kreisgruppe Region Hannover, hatten sich schon im Vorfeld des Treffens ausgesprochen. Redeker war nämlich verärgert, erst durch Nachfragen durch die Leine-Nachrichten von der Untersuchung zu erfahren. "Warum spricht man nicht erst mit den Eigentümern?", fragte er. Dies Versäumnis sei einem Missverständnis geschuldet, entschuldigte sich Hertwig. Der BUND habe nur die Stadt Pattensen informiert, weil die Umweltschützer angenommen hatten, dass die Wege der Stadt gehören - wie es etwa in Hemmingen ist. In Pattensen gehören die landwirtschaftlichen Wege aber dem Realverband, dem Zusammenschluss der Eigentümer der landwirtschaftlichen Flächen.

Redeker versicherte, dass die Einhaltung der Grenzen und die Achtung der Wegeseitenränder auch ein wichtiges Thema für die örtlichen Landwirte sei. Bei der Flurbereinigung beim Bau der B-3-Umgehung Pattensen vor 15 Jahren seien alle Flächen neu vermessen worden. Deshalb würden Grenzverletzungen schnell auffallen und würden vom Realverband angesprochen. "Wir kennen unsere Pappenheimer."

Der BUND hatte zudem festgestellt, dass in Pattensen 3.500 Quadratmeter unbearbeitet bleiben. Der Realverband verwalte insgesamt 650.000 Quadratmeter (65 Hektar), sagte Redeker. Da sollte man die 3.500 von den 4.600 Qudratmetern abziehen. "Und 1000 Quadratmeter Verlust sind nicht so dramatisch."

Hertwig betonte, dass jeder Verlust aus naturschutzfachlicher Sicht zu kritisieren sei. Er räumte aber ein, dass die Situation in Pattensen nicht alarmierend sei. Viel gravierender sei die Situation in Neustadt-Schneeren, wo 22.500 Quadratmeter zuviel umgepflügt wurden. Der BUND werde seine Untersuchungen an anderen Orten in der Region fortsetzen, kündigte Hertwig an.

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