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Pattensen-Mitte-Nord: Keine Baugenehmigungen

Pattensen-Mitte Pattensen-Mitte-Nord: Keine Baugenehmigungen

Die Region Hannover erteilt vorerst keine neuen Baugenehmigungen für Pattensen-Mitte-Nord. Das ist die Konsequenz aus dem Streit zwischen der Stadt Pattensen und dem Bauinvestor Werretal um verrutschte Baugrenzen. Die Bauheren sind enttäuscht und wütend.

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Neue Baugenehmigungen für den dritten Bauabschnitt von Pattensen-Mitte-Nord werden vorerst nicht erteilt.we

Quelle: Kim Gallop

Pattensen-Mitte. Vor einer Woche hatte die Stadtverwaltung von Pattensen öffentlich gemacht, dass es massive Probleme mit dem dritten Bauabschnitt von Pattensen-Mitte-Nord gibt. Der Vorwurf: Werretal sei eigenmächtig von den Festsetzungen des vom Rat beschlossenen Bebauungsplans abgewichen. Die Erschließung sei fehlerhaft: Straßen hätten einen anderen Verlauf, Leitungen und Anschlüsse ebenso, Grünflächen fehlten und oder seien kleiner als geplant angelegt. Werretal sagt, die Abweichungen seien entweder nur gering oder mit der Stadt abgesprochen.

Die Bauaufsicht obliegt der Region Hannover. Dort reagierte man überrascht auf den ungewöhnlichen Vorgang. Regionssprecherin Carmen Pförtner teilte auf Anfrage mit, dass die sich bereits im Bau befindlichen Häuser nicht gestoppt würden. Dies habe die Bauaufsicht entschieden, "um die Grundstückseigentümer nicht weiter zu schädigen". "Für jene Häuser, bei denen die Baugenehmigung aktuell angefragt ist, wird die Region Hannover keine Genehmigung ausstellen", ergänzte Pförtner. Die jeweils zuständigen Architekten seien zurzeit in Verhandlungen mit der Stadt Pattensen und dem Investor.

Im dritten Bauabschnitt gibt es etwa 130 Bauplätze. Sie werden etwa zu zwei Dritteln von Werretal vermarktet und zu etwa einem Drittel von der Stadt. Unter den Bauherren herrscht Wut und Entsetzen. Eine Bauherrin sagte, ihr seien Anfang des Jahres die Pläne bei Verkaufsgesprächen mit der Stadt gezeigt worden. "Warum sind die Fehler denn da nicht aufgefallen?"

Beinahe 50 Bauherren haben einen offenen Brief an Bürgermeisterin Ramona Schumann und den Ersten Stadtrat Axel Müller geschrieben. Die Bauherren fragen, warum sie von den Problemen - die sie ganz persönlich und existenziell betreffen - aus den Medien erfahren. Die Kontaktdaten seien der Stadt doch bekannt, schließlich seien schon Kostenbescheide für die Grundsteuer verschickt worden. Die Bauherren seien auch nicht interessiert an gegenseitigen Schuldzuweisungen von Stadt und Werretal. "Sie verbreiten Angst und verlieren Ihre Glaubwürdigkeit", heißt es an die Adresse der Stadtspitze.

Bürgermeisterin Schumann äußerte "Verständnis für die Wut". "Das nehme ich keinem persönlich übel", versicherte sie. Die Fehler hätten kaum vorher auffallen können, weil es sich nach den Planzeichnungen nur um Milimeter handelt. Die Abweichungen fallen erst auf, wenn man beide Pläne - die Festsetzungen des B-Plans und die tatsächlich vemessene Erschließung - übereinander legt. Die Stadt habe den Weg über die Medien gewählt, weil der Verwaltung noch nicht alle Adressen vorliegen. "Dann wäre einige informiert gewesen, andere nicht. So entstehen Gerüchte."

Die Stadt suche derzeit nach Lösungen für die Misere, sagte Schumann. Die Verwaltung lasse sich von der Region und vom Anwalt beraten. Es werde jeder Einzelfall geprüft. Einen Zeitplan könne sie nicht nennen. Die Bürgermeisterin vermutete, dass auch ein neuer Ratsbeschluss nötig sein werde.

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