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Stadt verhandelt über Sammelunterkünfte

Pattensen Stadt verhandelt über Sammelunterkünfte

Großes Interesse an der ersten öffentlichen Informationsveranstaltung zur Flüchtlingssituation in Pattensen: Rund 200 Gäste haben den Ratskeller am Sonnabend besucht. Die Stadt kündigte die Unterbringung von Flüchtlingen in Sammelunterkünften im nächsten Jahr an.

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Fachbereichsleiter Jörg Laszinski informiert über die aktuelle Flüchtlingssituation.

Quelle: Tobias Lehmann

Pattensen-Mitte. In diesem Jahr hat die Stadt bisher 140 Flüchtlinge aufgenommen, die an 16 verschiedenen Standorten untergebracht sind. 58 weitere Flüchtlinge werden noch erwartet. "Bisher stand die dezentrale Unterbringung im Vordergrund. Doch wir können auf Sammelunterkünfte im nächsten Jahr nicht mehr verzichten", sagte Fachbereichsleiter Jörg Laszinki. Dennoch werde das Konzept der dezentralen Unterbringung auch weiterhin verfolgt. Gerade hat die Stadt elf Verträge für weitere Mietwohnungen unterzeichnet. Laszinski dankte der Bereitschaft der Vermieter, ihre Wohnungen zu Verfügung zu stellen und rief auch weiterhin dazu auf. "Die Stadt tritt als Mieter auf. Das Mietrisiko tendiert gegen Null", sagte er.

Zeitgleich verhandelt die Stadt auch über Sammelunterkünfte an mehreren Orten. Details nannte Laszinski nicht. Er ging auch nicht auf die Ex-Takko-Filiale an der Kodlinger Straße ein, in der dem Vernehmen nach Flüchtlinge untergebracht werden sollen. "Sobald wir Verträge unterzeichnet haben, werden wir die Öffentlichkeit sofort informieren", sagte er und deutete an, dass dies bereits in der bevorstehenden Woche geschehen könnte. 

Die anschließende Diskussion mit den Bürgern verlief ruhig und sachlich. Eine Anwohnerin des Ostlandplatzes meldete "schwache Bedenken" an, ob die Unterbringung von 50 Flüchtlingen in zwölf 40-Quadratmeter-Wohnungen dort nicht zu Konflikten führen könne. "Ich wohne seit 40 Jahren dort. Meist haben in den Wohnungen dieser Größe nicht mehr als zwei Personen gelebt", sagte sie. Laszinski sagte, dass die Unterbringung nicht mit standardisierten deutschen Verhältnissen verglichen werden könne. Er habe jedoch Verständnis für die Bedenken. Jeder Pattenser könne sich mit Fragen aller Art jederzeit an die Stadtverwaltung wenden.

Außer der Unterbringung war die Integration Thema der Diskussion. Peter Winter, Mitglied des Netzwerks für Flüchtlinge, sagte: "Wir begegnen den Menschen als Menschen. Meist bekommen wir viel Dankbarkeit zurück." Er wies daraufhin, dass dringend Teppiche und Fernseher für die Flüchtlinge gesucht werden. Spender erreichen Winter telefonisch unter (05101) 13992. 

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