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Jeinser SPD lehnt B3-Anbindung ab

Jeinsen / Pattensen Jeinser SPD lehnt B3-Anbindung ab

Die SPD Jeinsen lehnt den Anschluss der Bundesstraße 3 an die Jeinser Straße ab. Der Grund: Dies würde zwangsläufig zu mehr Verkehr in Jeinsen führen. Die SPD Pattensen hatte im jüngsten Ortsrat den neuen Anschluss beantragt. Dieser sollte Schleichverkehr aus Pattensen heraushalten.

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Pattensen first? Sollen die Verkehrsprobleme von Jeinsen weniger wichtig sein, als die von Pattensen-Mitte?xc

Quelle: Kim Gallop

Jeinsen / Pattensen. Für die SPD Jeinsen kritisierte Dieter Alm, stellvertretender Jeinser Ortsbürgermeister, den Vorschlag der Anbindung der Jeinser Straße (Kreisstraße 219) als "Pattenser Kirchturmpolitik". Alm berichtet, dass bei der Streckenführung der Routenplaner im Internet alle Verbindungen für Fahrzeuge aus Richtung Rössing bisher nicht durch Jeinsen sondern über die Gestorfer Kreuzung direkt zur B 3 führen. Gleiches gelte für Fahrzeuge, die aus oder durch Schulenburg kommen. "Dies ist für die Fahrzeuge bisher der schnellste Weg nach Hannover."

Werde die Jeinser Straße an die B 3-Ortsumgehung angeschlossen, verkürze sich für diese Fahrzeuge die Strecke nach Hannover sowohl von den Kilometern als auch von der Zeit her erheblich, wenn sie durch Jeinsen fahren. "Dies würde zwangsläufig zu stärkeren Verkehrsströmen durch unseren Ort führen", sagt Alm. Aus diesem Grund habe der Ortsrat Jeinsen bei dem Bau der B 3-Ortsumgehung 1990 gegen die Anbindung der Jeinser Straße gestimmt. Das Verkehrsaufkommen habe sich seitdem ohnehin schon wesentlich erhöht.

Obwohl im Ortsrat von Pattensen-Mitte erst einemal nur die Entscheidung gefragt war, ob der Antrag beraten werden soll, gab es eine inhaltlich Diskussio und eine Empfehlung. Pattensens Ortsbürgermeister Günter Bötger wies auf den enormen Verbrauch von Ackerland für ein solches Bauwerk  hin und lehnte den Antrag ab. Die Mehrheit des Ortsrats Pattensen war dafür.

Der Jeinser Alm warnt zudem: "Eine weitere Erhöhung würde nicht nur zu einer zusätzlichen Belastung für die Anwohner der Jeinser Ortsdurchfahrt führen, sondern auch eine Gefährdung der Jeinser Grundschulkinder mit sich bringen." Denn seit die Leinetalschule Ganztagsschule geworden sei, würden die Kinder ihr Mittagessen im Jeinser Landgasthaus einnehmen. Die Grundschüler erreichen das Landgasthaus zum Mittagessen nur über die Calenberger Straße, also der Ortsdurchfahrt. Die Calenberger Straße sei damit zum Schulweg geworden, unterstreicht Alm. Die Leiterin der Grundschule beklage schon jetzt, dass der relativ schmale Fußweg nach der Überquerung an der Fußgängerampel für die rund 50 Kinder wegen der zahlreichen Fahrzeuge gefährlich sei - insbesondere bei Lastwagen oder wenn Autos mit erhöhter Geschwindigkeit durch den Ort fahren. "Eine weitere Zunahme des Verkehrsaufkommens würde meines Erachtens die Gefahr für die Kinder noch erheblich erhöhen", sagt Alm.

Alm hofft, dass der Rat von Pattensen, der bei dem Thema das letzte Wort haben wird, "nicht nur die Bürger der Kernstadt Pattensen sondern alle Einwohner der Stadt im Blick" hat. Deshalb sollte der Antrag aus Pattensen im Rat keine Mehrheit finden.

SPD stellt Antrag zur Schulwegsicherung

Damit die Grundschulkinder aber auch Radfahrer an der Calenberger Straße (Kreisstraße 202) sicherer unterwegs sind, hat die SPD Jeinsen einen weiteren Antrag gestellt. Die Stadt soll zu einer Ortsbegehung mit dem Ortsrat einladen, um über Lösungsmöglichkeiten zu diskutieren.

In der Begründung der SPD heißt es, der Fußweg, den die Schüler auf dem Weg zum Mittagessen im Landgasthaus Jeinsen nutzen, sei sehr schmal. Zudem sei die Calenberger Straße Teil des Leineradweges, ohne dass beidseitig ein Radweg ausgewiesen ist. Radfahrer müssten entweder auf der Straße fahren oder am Ortseingang die Fahrbahn kreuzen, ohne dass entsprechende Hinweise gegeben würden.

Die SPD schlägt vor, auf der Calenberger Straße die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 auf 30 Kilometern in der Stunde  zu reduzieren und eine Fahrbahnmarkierung sowie eine Beschilderung für die kreuzenden Radfahrer anzubringen.Dieser Antrag soll beim nächsten Ortsrat vorgestellt werden.

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Eine Luftaufnahme von Harald Schneider zeigt, wie viel Ackerfläche für eine Anschlussstelle an die B3 - hier die in Devese - verbraucht wird.

sd

Quelle: Harald Schneider
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