Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Fragenbogen: SPD reagiert gelassen auf Kritik

Pattensen Fragenbogen: SPD reagiert gelassen auf Kritik

Noch bis Ende Juli läuft die Fragebogen-Aktion des SPD-Ortsvereins Pattensen. Die Methode wird von der CDU und der UWG aus Schulenburg als unwissenschaftlich kritisiert. Die SPD reagiert darauf gelassen.

Voriger Artikel
EM: Power bittet zum Public Viewing
Nächster Artikel
Gastronom zahlt keine Sozialabgaben für Koch

In Koldingen steht der 24-Stunden-Briefkasten der SPD Abteilung an der Rethener Straße (B 443).

Quelle: Kim Gallop

Pattensen. An die etwa 8500 Haushalte im gesamten Stadtgebiet haben die SPD-Mitglieder den Fragebogen verteilt. Die 17 Fragen haben als Themen Kinderbetreuung, Schule, Wohnen und Sicherheit. Wer möchte, kann völlig anonym antworten, Abgabedatum ist der 31. Juli.

Aus Schulenburg kam jetzt heftige Kritik. Ortsbürgermeisterin Svenja Blume (CDU) teilte mit, dass sie im Rahmen ihres Studiums gelernt habe, Fragebogen zu erstellen. "Der von der SPD Pattensen vorgelegte Bogen entbehrt jeglicher notwendigen Kriterien, um ein verwertbares Ergebnis zu erhalten." Die Auswertung lasse weder Rückschlüsse auf Zielgruppen noch auf Ortszugehörigkeiten zu. Dabei könnten "nur verschwommene Ergebnisse entstehen, die letztlich nicht viel aussagen".

Ganz ähnlich sieht es auch die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) Schulenburg/ Leine. UWG-Schriftführer Torsten Quindel kritisiert auf der Facebook-Seite der UWG in einer "persönlichen Stellungnahme", dass nichts über die Antwortenden bekannt ist - weder Alter, Geschlecht noch Wohnort. "Was sagt mir also das Ergebnis?" Als Beispiel nennt Quindel die Frage nach dem generationengerechten Wohnen. "Was sagt mir ein Ergebnis, dass 50 Prozent zufrieden sind im Durchschnitt, wenn alle Schulenburger zum Beispiel unzufrieden sind?" Sein Fazit: "Schade um die Idee und schade um das Papier."

Andrea Eibs-Lüpcke aus Koldingen, die den SPD-Fragebogen mit entwickelt hat, reagierte gelassen auf die Kritik von den anderen Parteien. Sie habe selbst im Studium gelernt, wie ein Fragebogen nach wissenschaftlichen Kriterien abzufassen sei. Bei der SPD-Aktion, die sich ausdrücklich an alle Anwohner richtet, seien andere Aspekte wichtig. "Wir wollen wissen, was die Menschen denken. Und das Ergebnis ist eine Diskussionsgrundlage." Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Im Übrigen werde auf dem zurückgegebenen Fragebogen vermerkt, aus welchem Briefkasten der SPD im Stadtgebiet er eingesammelt wurde. Auch SPD-Mitglieder, die Fragebogen in ihren Briefkästen finden, schreiben auf, aus welchem Ort er kommt. Das sei durchaus wichtig, ergänzt Eibs-Lüpcke, weil die Ergebnisse bei öffentlichen Versammlungen in den Ortsteilen vorgestellt werden sollen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Pattensen
doc6sna48gkuzcp0mb5dfd
Obstbaumreihe bereichert Koldinger Feldmark

Fotostrecke Pattensen: Obstbaumreihe bereichert Koldinger Feldmark