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Pattenser fordern mehr Polizeipräsenz

Schulenburg Pattenser fordern mehr Polizeipräsenz

Die Pattenser wünschen sich mehr Polizeipräsenz und größere Transparenz bei politischen Entscheidungen. Das sind Ergebnisse der SPD-Bürgerbefragung, die nun dem Bundestagsabgeordneten Matthias Miersch vorstellt wurden. Vor den Sommerferien hatte die SPD rund 8000 Fragebögen verteilt.

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Der Bundestagsabgeordnete Matthias Miersch (SPD, vorn sitzend) sieht sich gemeinsam mit seinen Parteikollegen aus Pattensen die Ergebnisse der Umfrage an.

Quelle: Tobias Lehmann

Schulenburg. "Unsere Umfrage ist nicht repräsentativ und erhebt keine wissenschaftlichen Ansprüche", betonte Andrea Eibs-Lüpcke, Mitglied des Ortsrats in Koldingen und Kandidatin für den Stadtrat, die damit auf geäußerte Kritik anderer Parteien an der Umfrage reagierte. "Wir sehen die Umfrage als eine Möglichkeit, mit den Bürgern in Kontakt zu treten", sagt sie. Die SPD hat die Ergebnisse jetzt dem Bundesabgeordneten ihrer Partei, Matthias Miersch, in Schulenburg vorgestellt.

Die Partei hat rund 8000 Fragebögen in sämtliche Haushalte Pattensens verteilt. Dort wurde unter anderem nach der Zufriedenheit der Bürger mit dem kulturellen Angebot, der Infrastruktur oder ganz allgemein der Lebensqualität gefragt. Von den 8000 verteilten erhielt die Partei rund 170 Bögen zurück. Eibs-Lüpcke ist mit dem Beteiliungswert von 2,1 Prozent zufrieden. Einige hätten die Antwortbögen genutzt, um viele Anregungen niederzuschreiben.

Die höchste positive Bewertung bekommt die allgemeine Lebensqualität in Pattensen. Rund 70 Prozent der Bürger, die sich an der Umfrage beteiligt haben, sind damit zufrieden. Die mit Abstand am meisten negativen Bewertungen mit rund 50 Prozent bekommt die Polizeipräsenz in Pattensen. Die Polizeistation in Pattensen ist montags bis freitags von 7 bis 19 Uhr besetzt. Sollten Bürger zu anderen Zeiten den Notruf wählen, müssen Beamte aus dem Kommissariat in Springe kommen. "Ich musste nach einem Einbruch einmal zwei Stunden lang auf die Polizei warten. Das ist zu lang", sagt der SPD-Fraktionsvorsitzende Andreas Ohlendorf. Er weist aber auch darauf hin, dass die Kommunalpolitiker hier nur ihre Unzufriedenheit ausdrücken kann. Die Entscheidung über die Besetzung einer Polizeistation fällt in die Zuständigkeit des Landes.

Bemängelt wird von den Umfrageteilnehmern auch die Transparenz bei Entscheidungen des Stadtrats. "Diesen Schuh müssen sich wohl Politiker aller Parteien anziehen", sagt Eibs-Lüpcke. Miersch sagt, dass es bei großen Themen möglichst viele Informationsveranstaltungen geben sollte. "Das auch mal unangenehm sein, sich mit Betroffenen direkt auseinandersetzen zu müssen. Doch es erhöht die Transparenz", sagte der SPD-Bundestagsabgeordnete.

Wie Ohlendorf betont, sollten die Ergebnisse der Umfrage jetzt auch nicht in der Schublade verschwinden. "Wir werden uns damit auseinandersetzen und schauen, was wir verbessern können", sagt der SPD-Fraktionsvorsitzende. Die Partei will sämtliche Ergebnisse der Umfrage in den nächsten Tagen auch auf ihrer Internetseite spd-pattensen.de veröffentlichen.

Öffentliche Vorstellung der Ergebnisse

Eine öffentliche Präsentation der Umfrageergebnisse wird es am Mittwoch, 31. August, um 19 Uhr im Calenberger Hof in Pattensen-Mitte geben.

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