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Schulelternrat informiert über Grundschule

Pattensen-Mitte Schulelternrat informiert über Grundschule

Bei einer zweistündigen Versammlung im Ratskeller haben Schulleitung und Schulelternrat der Grundschule Pattensen über die verschobene Sanierung informiert. Gut 50 Eltern und einige Ratsmitglieder folgten am Mittwochabend den Berichten der Podiumsmitglieder.

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Informieren die Eltern über die Sanierung der Grundschule Pattensen: Konrektorin Claudia Neuber (auf dem Podium: von links), Michael Meinhardt und Anja Biber vom Schulelternrat, Rektor Norbert Feltin sowie Moderator Jan Scheffczyk (stehend).

Quelle: Kim Gallop

Pattensen-Mitte. Auf dem Podium saßen Schulleiter Norbert Feltin, Konrektorin Claudia Neuber sowie vom Schulelternrat die Vorsitzende Anja Biber und Michael Meinhardt - Schülervater Jan Scheffczyk moderierte die Veranstaltung.

Sonja Scheffzcyk, Elternvertreterin im Stadtelternrat, schilderte einige der Mängel, die eine Sanierung dringend nötig machen. "Es geht nicht darum, dass eine Wand nicht schön getrichen ist", sagte sie. Zu dem Problemen gehört der unzureichende Brandschutz und mangelhafte Elektroinstallationen Auch Asbest steckt in dem Gebäude. "Aber der ist nicht gefährlich, so lange ihn niemand anfasst", sagte Scheffzcyk. Die Schulgebäude seien nach Meinung von Experten nicht geeignet für Inklusion und Ganztagsunterricht.

Ein anrüchiges Problem führte die Elternvertreterin auch an: den Gestank in den Toiletten. "Viele Kinder gehen nicht aufs Klo - und trinken deshalb auch viel zu wenig. Das führt zu Konzentrationsproblemen." Außerdem sei in den Gebäuden, die in 1931 sowie in den 1960-er Jahren erbaut wurden, der Wärmeschutz unzureichend, die Fenster seien undicht, die Heizungen ließen sich nicht regulieren, Deckenverkleidung und Bodenbelag seien defekt. "Das ist nur so das Gröbste", sagte Scheffczyk.

Konrektorin Neuber schilderte einen schockierenden Vorfall aus jüngster Zeit: Von der Feuchtigkeit hatte sich der Bodenbelag so weit gehoben, dass eine Tür blockiert war. "Drei Kolleginnen und drei Klassen konnten nicht mehr hinaus kommen", sagte sie. Angesichts des versperrten Fluchtwegs sei ihr erst bewusst geworden, "was passieren kann". Schulleiter Feltin ergänzte, dass nach Meinung von Fachleuten für Arbeitssicherheit die maroden Schulgebäude auch für das Kollegium eine große Belastung seien.

Schulelternratvorsitzende Biber schilderte das Auf und Ab der Planung in den vergangenen Jahren. Dabei ist inzwischen das zweite Planungsbüro eingeschaltet worden und die Kostenschätzungen sind von 6,5 Millionen auf 9 Millionen Euro gestiegen. Die Stadt selbst rechnet inzwischen eher mit 11 Millionen Euro, weil ein Bodengutachten gezeigt hat, dass die Gebäude aufwändig gegründet werden müssen.

Schulelternratsvertreter Michael Meinhardt versuchte im Anschluss, einen Überblick über die Kosten sowie die älteren und neueren Sparvorschläge zu geben. Die Stadt will die Sanierung verschieben, um einen neuen Finanzierungsplan aufzustellen. Zuhörer und CDU-Ratsmitglied Jonas Suluk sagte, dass nach Meinung der CDU-Fraktion die Sanierung noch in diesem Jahr beginnen könne. Die Sanierung ist auch Thema in der Ratssitzung, die am Donnerstag um 19 Uhr im Ratskeller beginnt.

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