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Rücken Windräder weiter heran?

Schulenburg Rücken Windräder weiter heran?

Das Vorranggebiet für Windenergieanlagen östlich von Schulenburg soll erweitert werden. Ortsbürgermeister Joachim Schneider ruft die Schulenburger dazu auf, Stellung zu beziehen.

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Hier soll parallel zu Schulenburg ein Vorranggebiet für Windenergie angelegt werden.

Quelle: Tobias Lehmann

Pattensen. Der Bereich östlich von Schulenburg wird bereits vielfach genutzt: Dort stehen zahlreiche Windräder und Hochspannungsleitungen, zudem soll der Korridor der Stromtrasse Südlink hier entlang führen. Laut des Entwurfs des Regionalen Raumordnungsprogramms könnten bald noch weitere Windräder hinzukommen. Das Vorranggebiet für Windenergie soll bis zum Waldrand auf dem Marienberg erweitert werden und wächst damit von 68 Hektar auf 104 Hektar. Damit rückt der Bereich auch auf 800 Meter an Schulenburg heran, bisher waren es 1000 Meter.

Ortsbürgermeister Joachim Schneider (UWG) kündigt an, dass seine Partei dagegen protestieren wird. Auch im Ortsrat soll noch darüber gesprochen werden. Die Politik hat für die Stellungnahme zum derzeit öffentlich ausliegenden Raumordnungsprogramm noch Zeit bis zum 30. November. Die Frist für Stellungnahmen der Bürger endet jedoch bereits am 4. November. „Die Zeit drängt“, sagt Schneider. Nach der bisherigen Planung soll das Raumordnungsprogramm 2016 von der Regionsversammlung beschlossen werden.

Schneider weist darauf hin, dass Windräder zwischen 150 und 200 Meter groß sein können. Der Marienberg ist 175 Meter groß. „Möglicherweise werden die Anlagen sogar von Nordstemmen aus zu sehen sein“, sagt Schneider.

In dem Raumordnungsprogramm wird die Windenergie aufgrund günstiger Bedingungen als der mit „Abstand wichtigste erneuerbare Energieträger“ bezeichnet. Deshalb soll der Flächenanteil der Vorranggebiete in der Region Hannover von 0,8 auf 1,2 Prozent gesteigert werden.

Das Programm soll für zehn Jahre gelten. Ziel des Programms ist es, die Region Hannover als Wirtschafts- und Lebensraum nachhaltig zu sichern. Dabei werden Aspekte wie die demografische Entwicklung sowie eine umwelt- und klimaschonende Gestaltung der Flächen berücksichtigt.

Der 350 Seiten lange Entwurf des Regionalen Raumordnungsprogramms kann auf der Internetseite hannover.de eingesehen werden.

Von Tobias Lehmann

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Von Redakteur Sarah Dettmer

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