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Miersch spricht nicht nur SPD-Wähler an

Pattensen Miersch spricht nicht nur SPD-Wähler an

Das Ergebnis der Bundestagswahl in Pattensen spiegelt grob den Trend in Deutschland wider. Mit einem entscheidenden Unterschied, auf den die Pattenser stolz sein können: Während die Wahlbeteiligung in Deutschland bei 75 Prozent lag, hat sie im Stadtgebiet von Pattensen 81,4 Prozent erreicht.

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Liegen in der Wählergunst in Pattensen beinahe gleich auf: die wieder in den Bundestag gewählten Abgeordneten Maria Flachsbarth (CDU) und Matthias Miersch (SPD).

Quelle: Kim Gallop

Pattensen. Interessant sind beim zweiten Blick die Unterschiede zwischen Erst- und Zweitstimmen. Die Mehrheit der CDU-Wähler - insgesamt 3222 (34,4 Prozent) - haben auch für CDU-Kandidatin Maria Flachsbarth gestimmt: 3560 (38,0 Prozent). Die SPD liegt mit 2803 (29,9 Prozent) in deutlichem Abstand hinter der CDU. Aber SPD-Kandidat Matthias Miersch ist mit 3569 Stimmen (38,1 Prozent) gegenüber Flachbarth sogar mit 9 persönlichen Stimmen im Plus.

CDU-Stadtverbandsvorsitzender Jonas Soluk sagte, dass er sich besonders über die hohe Wahlbeteiligung in Pattensen freue. "Das ist super", sagte er, "und es ist ein Signal für uns, dass die Leute sich einbringen und mitsprechen wollen." Außerdem freue er sich sehr, dass Flachsbarth weiter Pattensens Bundestagsabgeordnete bleibt. 

Flachsbarth äußerte sich am Montag so: "Meinem Kollegen Matthias Miersch gratuliere ich zum Sieg bei den Erststimmen - wir werden auch bei unterschiedlichen Positionen in der Sache und sich ändernden Konstellationen in Berlin weiter kollegial und zum Wohle der Menschen in unserem Wahlkreis miteinander umgehen."

Über die Wahl von Miersch freuen sich auch Thomas Vogel, SPD-Stadtverbandsvorsitzender, und Andreas Ohlendorf, SPD-Ratsfraktionsvorsitzender. "Das ist für uns sehr gut", sagte Ohlendorf. Vogel und Jens Ernst, der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion, lobten die Entscheidung von SPD-Spitzenkandidat Martin Schulz, im Bundestags in die Opposition zu gehen. "Die große Koalition konnte nicht mehr das Ziel sein", sagt Vogel, "das würden die Mitglieder auch nicht mehr mittragen."

Ernst sagte: "Die SPD kann in der Opposition  gute Sachpolitik machen, wichtige Themen voranbringen und gestärkt aus der Opposition hervorgehen." Er findet es "sehr bedenklich", dass die AfD in Pattensen bei um die 10 Prozent liegt. Er wünscht sich im Rat der Stadt "mehr Sachpolitik, um demokratische Parteien - und die AfD zähle ich nicht dazu - zu stärken".

Mit Freude hat Friedhelm Franken, stellvertrender FDP-Ortsverbandsvorsitzender, die Rückkehr der Liberalen in den Bundestag verfolgt. "Wir haben auch hier in Pattensen Aufwind verspürt und einige neue Mitglieder gewonnen", sagte er. Mit inzwischen sieben Mitgliedern sei auch wieder ein kompletter Vorstand gebildet worden.

Beinahe gleichauf lagen in Pattensen bei den Erststimmen die Kandidaten der Grünen - Roland Panter mit 4,5 Prozent - und der Linken - Jessica Kaußen mit 4,3 Prozent. Harald Klotz erreicht für die FDP 5 Prozent, Sabine Barbara Ehrke für die AfD 8,4 Prozent. Mit den Zweitstimmen wählten 921 Pattenser (9,8 Prozent) die AfD - geringfügig mehr als die FDP (906 Stimmen/ 9,8 Prozent). Der Zuspruch zur AfD ist in Hüpede prozentual gesehen mit 14,2 Prozent (100 Zweitstimmen) am größten und in Oerie mit 7,1 Prozent (10 Zweitstimmen) am geringsten.

Das kleine Oerie kann noch in einem anderen Bereich punkten: Dort war die Wahlbeteiligung mit 69,1 Prozent (141 Wähler bei 204 Wahlberechtigten) am höchsten, in Pattensen-Mitte war sie mit 58,6 Prozent (3822 Wähler bei 6521 Wahlberechtigten) am niedrigsten.

Nach der Wahl ist vor der Wahl: Während am Kreisel am Ortseingang von Pattensen am Montagabend noch Martin Schulz für die SPD um Stimmen warb, lächelte schon am Montag die SPD-Landtagsabgeordnete Silke Lesemann von den Plakaten.

Wahllokal schwer zu erreichen

Beim Wahllokal in den Räumen der Leine-Volkshochschule am Marktplatz gab es wieder Probleme. Die Räume sind über eine Treppe und einen Fahrstuhl zu erreichen. Wie schon bei Wahlen in den Jahren zuvor gab es offenbar Proleme mit dem Fahrstuhl. Zeitweise soll er gar nicht funktioniert haben, so dass gehbehinderte Wähler ihre Stimme nicht abgeben konnten. Abends waren dann Zettel angebracht, dass jeder, der den Fahrstuhl benutzen will, die Klingel betätigen soll. Eine Stellungnahme der Stadtverwaltung fehlte bis Redaktionsschluss.

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