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Sprachlernklasse in Jeinsen ist gestrichen

Jeinsen Sprachlernklasse in Jeinsen ist gestrichen

Die Sprachlernklasse in der Grundschule Jeinsen wird jetzt doch nicht eingerichtet. Grund: Die Landesschulbehörde schreibt eine Einzelbeförderung für die Kinder vor, deren Kosten die Stadt tragen müsste. Bürgermeisterin Ramona Schumann kommentiert: "Das ist ärgerlich und praxisfern."

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Die Grundschule in Jeinsen wird keine Sprachlernklasse bekommen.

Quelle: Kim Gallop

Jeinsen. Bereits in zwei Wochen hätte es soweit sein sollen: Anfang Februar sollte die erste Sprachlernklasse im Stadtgebiet in der Grundschule Jeinsen eröffnet werden. Doch dazu wird es nicht kommen. Die Landesschulbehörde hat der Stadt jetzt mitgeteilt, dass für die Schüler eine Einzelbeförderung vorgeschrieben ist, deren Kosten die Stadt übernehmen müsste. Trägerin der Schulbeförderung ist zwar die Region Hannover. Doch diese übernimmt lediglich die Kosten der Tickets für den öffentlichen Personennahverkehr. 

Geplant war, dass die Sprachlernklasse von fünf Schülern aus Jeinsen und jeweils drei aus Pattensen-Mitte und Schulenburg besucht wird. Eine Sprachlernklasse muss zwischen zehn und 16 Schülern haben. "Diese Größenordnung ist für Grundschulen in kleinen Ortschaften allein kaum zu erreichen", sagt Steding. Deshalb wollte die Stadt die zugelassene Ausnahmeregelung nutzen und mehrere Schüler auch aus anderen Stadtteilen in die Sprachlernklasse in Jeinsen aufnehmen.

Die Mitarbeiter der Verwaltung hatten sich auch über die Beförderung Gedanken gemacht. "Möglich wäre es gewesen, die neun- bis zehnjährigen Kinder aus Pattensen-Mitte und Schulenburg eine Zeit lang von ihren Eltern oder einem Mitglied des Netzwerks für Flüchtlinge in öffentlichen Verkehrsmitteln begleiten zu lassen, bis sie allein fahren können. Die Kosten für die Tickets der Begleiter hätten wir übernommen", sagt Steding. Doch die Landesschulbehörde schreibt eine Einzelbeförderung vor, wie sie auch für Förderschulkinder gilt. Ein Transport kostet 80 bis 90 Euro pro Tag. "Auf das Jahr gerechnet wären das rund 16.000 Euro", sagt Steding. Diese Kosten will die Stadt nicht übernehmen.

Als Alternative will die Landesbehörde jetzt den Grundschulen zusätzliche Stunden genehmigen, damit die Kinder in ihrem Heimatort ergänzend unterrichtet werden können. Details zu Umfang und Umsetzung gibt es allerdings noch nicht. Bürgermeisterin Ramona Schumann kritisiert fehlenden Pragmatismus der Landesbehörde. "Ich sehe diese weitere Belastung der Grundschulen sehr kritisch und hätte mir gewünscht, dass die Schulen durch eine zentrale Lösung entlastet werden", sagt sie.

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