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Pläne für Baugebiet sollen fehlerhaft sein

Pattensen-Mitte Pläne für Baugebiet sollen fehlerhaft sein

Die Stadt Pattensen beschuldigt den Bauinvestor Werretal, die Erschließung im dritten Bauabschnitt von Pattensen-Mitte-Nord sei fehlerhaft. Dies wird von Werretal weitgehend bestritten.

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Straßen und Wege im dritten Bauabschnitt von Pattensen-Mitte-Nord sind nach Angaben der Stadt Pattensen nicht richtig vermessen worden.

Quelle: Kim Gallop

Pattensen-Mitte. Im dritten Bauabschnitt stehen schon mehrere halbfertige Häuser, sie sind an die Versorgungsleitungen angeschlossen, außerdem sind viele Fundamente gegossen. Jetzt schlägt die Stadt Alarm. Sie hat ihren Anwalt eingeschaltet, die Bauaufsicht der Region prüft den Vorgang.

Nach Angaben von Pattensens Bürgermeisterin Ramona Schumann und dem Ersten Stadtrat Axel Müller entspricht die bereits erfolgte Erschließung - Anlegen von Straßen, Wegen, Grünstreifen, Leitungen - nicht den im Bebauungsplan festgelegten Grenzen. "Es gibt erhebliche Abweichungen der Straßentrassen, der Kurvenradius liegt teilweise komplett neben der Spur", sagte Müller. Die Grünachse sei "zu Gunsten der Baugrundstücke" kleiner angelegt. Es sei fraglich, ob der dort geplante Kinderspielplatz noch hineinpasse.

Die etwa 130 Baugrundstücke werden teils von Werretal, teils von der Stadt vermarktet. Für die Erschließung ist Werretal zuständig. Die gesamte Erschließung sei von einem öffentlich bestellten Vermessungsingenieur geplant und im Katasteramt eingetragen worden. Die Fehler seien zufällig entdeckt worden, berichtete Müller. Ein Käufer einer städtischen Fläche sei von seinem Architekten darauf aufmerksam gemacht worden, dass das gewünschte Haus gar nicht auf das Baugrundstück passt. Dort sei eine öffentliche Grünfläche, die nicht überbaut werden dürfe.

Die Stadt hat Kontakt zum Vermessungsingenieur aufgenommen. Er habe den Wünschen von Werrtal entsprechend gehandelt, habe der Ingenieur gesagt. "Er dachte, das wäre mit der Stadt abgesprochen", sagte Müller.

Udo Helling, der Geschäftsführer von Werretal, bestätigte am Montag auf Anfrage, "dass eine Straße minimal abweichend" gebaut worden sei. Ein größerer Fehler sei tatsächlich an der Hiddestorfer Straße passiert, wo ein Grünstreifen erst wegfallen, dann aber doch angelegt werden sollte. Es sei versäumt worden, den Streifen einzuplanen. "Wie das passieren konnte, prüfen wir noch", sage Helling.

Die übrige Erschließung entspreche den Plänen, die von der Stadt genehmigt wurden, versicherte er. Er habe der Stadt ein Gespräch über die jüngsten Unstimmigkeiten angeboten, aber noch keine Antwort erhalten. "Dafür kam Post vom Anwalt." Im Übrigen seien in einem Baugebiet immer Abweichungen gegenüber dem B-Plan, sagte Helling. Die Folge der festgestellten Veränderungen in Pattensen-Mitte-Nord sei, dass die Käufer besser geschnittene Grundstücke erworben hätten.

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Blicken fassungslos auf die Pläne des Baugebiets: Pattensens Erster Stadtrat Axel Müller und Bürgermeisterin Ramona Schumann.

Quelle: Kim Gallop
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