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Hamster sorgt für Verzögerung

Pattensen-Mitte Hamster sorgt für Verzögerung

Der streng geschützte Feldhamster ist selten, doch in Pattensen ist er sehr präsent: Er ist der Grund dafür, dass die Bauarbeiten für die Kindertagesstätte an der Ruther Straße trotz milder Temperaturen nicht weitergehen. Die Stadt muss sich erst mit der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) der Region über eine Ausgleichsfläche einigen.

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Die Bodenplatte ist gegossen, aber die Wandelemente bleiben erst einmal liegen: Die Arbeiten an der Baustelle für die Kita Ruther Straße sind gestoppt. er

Quelle: Kim Gallop

Pattensen-Mitte. Die Bauarbeiten an der Ruther Straße laufen schon eine ganze Weile, die Bodenplatte für das Gebäude ist bereits gegossen. Wegen des heftigen Wintereinbruchs hatte die Baustelle etwa drei Wochen geruht – und nun geht es immer noch nicht weiter. Am Dienstagmorgen sagte Bürgermeisterin Ramona Schumann in einer Presseerklärung: „Nach reiflicher Überlegung und Abwägung aller relevanter Faktoren haben wir uns entschieden, die Bauarbeiten an der Kindertagesstätte Ruther Straße für zwei Wochen auszusetzen.“ Dies habe sie am Montag auch den Fraktions- und Gruppenvertretern des Rates mitgeteilt.

Der Grund liege in umfangreichen Nebenbestimmungen zur Baugenehmigung der Region Hannover. So müsse die Stadt eine Ausgleichsfläche für Feldhamster bereitstellen, die durch den Kita-Bau aus ihrem Siedlungsgebiet vertrieben werden. Die unterschiedlichen Möglichkeiten müssten zunächst mit der UNB besprochen werden. Bevor nicht ein Konsens gefunden worden sei, sei eine Weiterführung der Bauarbeiten aus Sicht der Verwaltung nicht ratsam, erklärte Schumann. „Ich habe Sorge, dass durch mangelnde Kommunikation am Ende das ganz Projekt langfristig zum Erliegen kommt. Unsere Erfahrungen haben gezeigt, wie schnell das geht. Dafür ist das Projekt aber zu wichtig für die Stadt“, sagte die Bürgermeisterin.

Das Gespräch zwischen Stadt und UNB sei für den 9. Februar, vereinbart, teilte Stadtsprecherin Andrea Steding am Dienstag mit. Dass in dem Gebiet Hamster siedeln, habe die Stadtverwaltung gewusst, sagte sie. Doch es sei nicht deutlich gewesen, dass eine Ausgleichsfläche gefunden werden muss. Man müsse sich nun mit der Region über Größe und Qualität des betreffenden Areals einigen.
In der Kita sollen in vier Gruppen bis zu 110 Kinder ab Anfang August betreut werden. Auf die Frage, ob dieser Termin noch eingehalten werden kann, sagte Steding: „Wir hoffen, dass wir pünktlich fertig werden.“ Mit der Pause wegen des Wintereinbruchs und den jetzt angekündigten zwei Wochen Baustopp wären die Arbeiten an der neuen Kita gut fünf Wochen in Verzug.

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