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Tischlerei Wackerhagen liefert in die ganze Welt

Pattensen Tischlerei Wackerhagen liefert in die ganze Welt

Bürgermeisterin Ramona Schumann hat Dienstag den Traditionsbetrieb Wackerhagen besichtigt - und ihn als positives Beispiel für die hochwertigen Betriebe in Pattensen hervorgehoben.

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Werner Gottenströter zeigt den Vorstandsmitgliedern der SGK Region Hannover die Firmenräume im Gewerbegebiet. 

Quelle: Lisa Malecha

Pattensen-Mitte. „Hier haben wir ein super Beispiel dafür, welch hochwertige und gesunde Betriebe wir in Pattensen haben.“ Das erklärte Bürgermeisterin Ramona Schumann dem Vorstand der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik (SGK) Region Hannover, als sie Dienstag gemeinsam den Traditionsbetrieb Wackerhagen besichtigt haben. Seit 1794 hat sich die Firma von einer kleinen Tischlerei zum Anbieter von Gesamtlösungen für Büros, Firmen, Messen und Hotels entwickelt, der Firmen und Privatkunden in der ganzen Welt beliefert.

„Mein Schwiegervater hat nach dem Krieg die Dienstmöbel für die Bundespost hergestellt“, erzählte Werner Gottenströter, der den Betrieb mit seiner Frau Adelheid, geborene Wackerhagen, leitet. Doch 1975 kündigte die Post die Zusammenarbeit. „90 Prozent unserer Aufträge waren von einem Tag auf den anderen verschwunden“, sagte er. Seine Frau und sein Schwiegervater seien daraufhin einfach durch Hannover gefahren, um neue Kunden anzusprechen. „Bei der Preussag AG hatte ich das Glück, dass mein Gesprächspartner einen kaputten Schreibtisch hatte“, sagte Adelheid Gottenströter. Sie habe ihr Werkzeug ausgepackt und den Tisch repariert - und daraufhin eine Großbestellung entgegengenommen.

Nach und nach kamen weitere Kunden wie Daimler-Chrysler, Sennheiser und auch Projekte in Universitäten dazu. Heute arbeiten insgesamt 60 Architekten, Tischler, Projektleiter und Büroangestellte für das Unternehmen, das 2016 sein 222-jähriges Bestehen feiert.

Im Anschluss an die Betriebsführung informierte sich der Vorstand der SGK Region Hannover bei Schumann über aktuelle Themen.

Bus und Bahn: „Mit dem öffentlichen Personennahverkehr braucht man von Pattensen 40 bis 60 Minuten nach Hannover. Das ist unglücklich“, sagte Schumann. Daher arbeite die Verwaltung daran, mithilfe besserer Taktung eine schnellere Verbindung zu umliegenden Bahnhöfen sicherzustellen.

Wohnraum: Der Wohnraummangel in Pattensen müsse bekämpft werden. „Wir haben dreimal so viele Anfragen auf Bauflächen, wie wir vorbehalten können“, sagte Schumann. Doch auch mit Mietobjekten könne der wachsende Bedarf an Wohnfläche nicht gedeckt werden.

Flüchtlinge: „Wir müssen Aufgaben übernehmen, die eigentlich nicht unsere sind, nämlich Wohnraum bauen“, erläuterte die Verwaltungschefin. „Das darf eigentlich nicht sein.“ Noch bis Ende des Jahres soll ein Mehrfamilienhaus für 50 Bewohner in der Altstadt entstehen.

Von Lisa Malecha

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