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Alle wollen den Roten Heinz

Reden Alle wollen den Roten Heinz

Sie heißen Haubeners Vollendung, Beymes Erntesegen oder Old German: Mehr als 100 alte Tomaten- und Pflanzensorten konnten Besucher am Sonnabend bei der Tomatenbörse des BUND und des Vereins zur Erhaltung der Nutzpflanzen erstehen oder tauschen.

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Karl-Heinz und Dagmar Mücke aus Koldingen kommen jedes Jahr zur Tomatenbörse.

Quelle: Stephanie Zerm

Reden. Unumstößlicher Favorit war der Rote Heinz - eine früher in der Region Hannover weit verbreitete Tomatensorte. „Innerhalb von 15 Minuten waren drei Kisten mit jeweils zwölf Pflanzen weg“, berichtet Sibylle Wohlatz von BUND, die die Tauschbörse auf ihrem Hof an der Dorfstraße bereits zum 13. Mal ausgerichtet hat.

Viele der alten Sorten sind laut Wohlatz vom Aussterben bedroht. „Sie sind von der EU-Sortenliste genommen worden, so dass sie nicht mehr im Handel erhältlich sind.“ Daher fördern der BUND und der Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzung die Vermehrung dieser seltenen Gewächse. "Wir wollen die alten Sorten erhalten und alle Interessierten dazu anregen, sich von den reifen Früchten selber wieder Pflanzen zu ziehen", sagt Wohlatz. So seien einige der alten Sorten bereits über mehrere Jahrhunderte erhalten worden. „Die Purple Calabash Tomate zum Beispiel lässt sich bis ins Mittelalter zurückverfolgen und die Cherokee Purple wurde in den USA von Indianern angebaut“, weiß die Expertin.

Bei den Besuchern kam die Börse gut an. „Wir kommen jedes Jahr“, erzählte Dagmar Mücke aus Koldingen. Vor allem ihre Eltern könnten es oft gar nicht erwarten, dass sie wieder die alten Tomatensorten anbaue.

Von Stephanie Zerm

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