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Leichenfund in Pattensen führt zu Tumulten

Toter in Auto Leichenfund in Pattensen führt zu Tumulten

Ein mysteriöser Todesfall in Pattensen hat am Donnerstag einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Nachdem am Nachmittag in einem Auto die Leiche eines Mannes gefunden worden war, tauchten am Fundort zahlreiche Familienangehörige auf. Die Lage eskalierte schließlich, als sich ein Angehöriger mit einem Messer selbst schwer verletzte.

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Viel Kritik, letztlich aber Einigkeit im Rat

Aufgeheizte Stimmung: Die Polizei muss Verwandte des Toten am Fundort der Leiche beruhigen.

Quelle: Uwe Dillenberg

Pattensen. An einer Seitenstraße im Süden der Stadt war gegen 15.30 Uhr ein toter Mann in einem Auto gefunden worden. Bereits nach einer ersten Untersuchung des Fundortes an der Straße Am Pfingstanger ging die Kriminalpolizei davon aus, dass der Mann offenbar Selbstmord begangen hatte. Als die Beamten dann die Leiche und das Auto abtransportieren wollten, versammelten sich an gleicher Stelle etwa 15 Verwandte des Toten, der nach Informationen der HAZ syrischer Kurde war. Offenbar konnten sie nicht glauben, dass sich ihr Familienangehöriger selbst das Leben genommen hatte. „Niemand schneidet sich selbst die Kehle mit einem Messer durch, wenn er sich umbringen will“, sagte einer der Männer. Ein Polizeisprecher bestätigte zwar, dass der Syrer, der schon länger in der Region Hannover lebte, an einer Halsverletzung starb. „Es gibt aber mehrere Hinweise, die auf einen Suizid hindeuten“, so der Behördensprecher.

An einer Seitenstraße im Süden von Pattensen ist ein toter Mann in einem Auto gefunden worden. 

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Damit wollten sich aber die Familienangehörigen am Fundort der Leiche offenbar nicht zufrieden geben. Im Laufe des Nachmittags schaukelte sich dort die Stimmung immer weiter hoch, bis einer der Männer ein Messer zog und auf die Beamten zulief. Offenbar wollte er zu dem Auto des Toten gelangen. Dann griff er die Polizisten jedoch nicht an, sondern stach sich nach Augenzeugenberichten mehrfach selbst in den Oberkörper. „Der Mann musste schwer verletzt mit einem Rettungswagen in eine Klinik gebracht werden“, sagte der Polizeisprecher.

Gegen 19 Uhr schaffte es die Polizei, die Situation zu entschärfen, und konnte den Einsatz wenig später beenden. Verhaftet wurde niemand. Laut Polizei sind die Ermittlungen in dem Todesfall noch nicht abgeschlossen.

Von Jörn Kießler und Uwe Dillenberg

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