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Pattenser Cellistin spielt in Wilkenburg

Pattensen/Wilkenburg Pattenser Cellistin spielt in Wilkenburg

Seit 2015 spielt die mehrfach ausgezeichnete Preisträgerin von "Jugend musiziert" Verena Spieß aus Pattensen in dem Cellotrio corde profonde, doch noch nie war das in der Region zu hören. Nun steht das erste Konzert bevor: am Sonntag, 8. Oktober, um 17 Uhr in der St.-Vitus-Kirche in Wilkenburg.

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Freuen sich auf das Konzert in Wilkenburg: Matouš Mikolášek (von links), Verena Spieß und Beate Schnaithmann.

Quelle: Tobias Lehmann

Pattensen. Es gibt viele Gründe, Cello zu spielen, sagt Matouš Mikolášek augenzwinkernd: „Einer davon ist, dass man beim Cellospiel einfach gut aussieht." Der aus Prag stammende Musiker bildet zusammen mit der Dresdenerin Beate Schnaithmann und der Pattenserin Verena Spieß das Barockcellotrio corde profonde. Musikalisch ansprechend sei das Instrument, weil es innerhalb eines Orchesters vielfältige Funktionen einnehmen kann. „Es hat einen großen Tonumfang und ist nicht auf eine klare Rolle festgelegt“, sagt Schnaithmann. 

Die in Hannover geborene und in Pattensen aufgewachsene Verena Spieß entdeckte ihre Liebe zum Cello schon früh. Ihre ersten musikalischen Schritte machte sie an der Musikschule Hemmingen unter Leitung von Yasuko Ogata. Sie wurde mehrfach bei "Jugend musiziert" ausgezeichnet und ist auch Preisträgerin der Bürgerstiftung Hemmingen. Ihr besonderes Interesse gilt dem Barockcello. "Mir gefällt die Freiheit in der Barockmusik", sagt Spieß.

Ihr Studium des Violoncello in der Schweiz schloss die Pattenserin 2016 ab. Ein Jahr zuvor lernte sie Mikolášek und Schnaithmann kennen. Beide haben ebenfalls Musik studiert: Schnaithmann unter anderem an Musikhochschulen in Dresden, Rostock und Berlin, Mikolášek am Prager Konservatorium. "Unser erstes Konzert war kurz vor Weihnachten in einer Scheune, in der die Leute kommen und gehen konnten - doch viele blieben. Das war eine ganz tolle Atmosphäre", erinnert sich Spieß. Alle drei Musiker sind auch als Solisten viel auf Reisen. "Wir müssen uns immer genau absprechen, wo und wann wir uns mal wieder zum gemeinsamen Proben treffen. Das klappt aber ganz gut", sagt Spieß. 

Wenn die drei Musiker neue Stücke für ihre Auftritte auswählen, beschäftigen sie sich immer auch mit der jeweiligen Zeit, in der diese entstanden sind. "Wir lesen Bücher, sehen uns Zeichnungen an, informieren uns über das Leben und die Ästhetik der Zeit. Das Ziel ist es, einen Eindruck von dem damaligen Lebensgefühl zu bekommen", erläutert Mikolášek. Diese Vorbereitung hat einen großen Einfluss auf die anschließende Interpretation der Stücke, sind sich die Musiker einig. 

Die Interpretationsfreiheit ist relativ groß, da es nur wenige ausschließlich für das Barockcello geschriebene Stücke gibt. Das gibt dem Trio die Möglichkeit, verschiedene Stücke frei für ihre Instrumente zu adaptieren. "Wir können mit vielen unterschiedlichen inhaltlichen Färbungen arbeiten", sagt Schnaithmann. Ein Barockcello unterscheidet sich sowohl in der Form wie auch vom Klang von einem normalen Cello. Das Barockcello ist üblicherweise mit Darmsaiten bespannt, die einen tieferen Klang erzeugen als die meist für ein normales Cello verwendeten Stahlsaiten. 

Für ihren Auftritt am Sonntag in Wilkenburg an der Kirchstraße 18 haben die Musiker ein vielfältiges Programm zusammen gestellt. Das Trio wird unter anderem Stücke von Bach, Vivaldi oder Strawinsky spielen. Zudem hat das Ensemble die Triosonate von Martin Berteau vorbereitet. Der Eintritt für das Konzert ist frei, um Spenden wird gebeten.

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