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Chancen stehen gut für Umgehungsstraße

Koldingen Chancen stehen gut für Umgehungsstraße

Viele haben schon nicht mehr daran geglaubt, aber die Umgehungsstraße für Koldingen hat gute Chancen, gebaut zu werden. Wie die Bundestagsabgeordneten Maria Flachsbarth (CDU) und Matthias Miersch (SPD) in einer gemeinsamen Presseerklärung mitteilten, ist das Projekt im Bundesverkehrswegeplan (BVWP) aufgerückt.

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Ist bald Schluss mit dicker Luft in Koldingen? Die Ortsumgehung ist im Bundesverkehrswegeplan in den "vordringlichen Bedarf" aufgerückt.

Quelle: Isabell Rollenhagen

Koldingen. Am Mittwoch hatte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt in Berlin den Entwurf für den BVWP 2030 veröffentlicht. Zur Freude von Flachsbarth und Miersch war das Projekt Ortsumgehung Koldingen im Zuge der Bundesstraße 443 vom sogenannten "weiteren Bedarf" in den "vordringlichen Bedarf" aufgerückt. Dafür hatten beide lange gekämpft. Ohne diese höchste Dringlichkeitsstufe haben Straßenbauprojekte kaum eine Chance, verwirklicht zu werden.

Pattensens Bürgermeisterein Ramona Schumann (SPD) sagte am Donnerstag: "Damit ist ein wichtiges und lange verfolgtes Ziel erreicht und der Grundstein für die Zukunft gelegt." Miersch nannte es "ein wichtiges Etappenziel". "Nun gilt es am Ball zu bleiben“, mahnte er. Flachsbarth sagte: "Ich freue mich wirklich." Jetzt müsse die Politik dafür sorgen, "dass es zu einer Finanzzusage kommt." Ab Montag beginne eine sechswöchige Frist für eine strategische Umweltprüfung. Dabei könne jeder zu dem geplanten Projekt Stellung nehmen (www.bvwp2030.de). Im Herbst könne der zweite Entwurf abgestimmt und Ende des Jahres das Gesetz fertig sein. Wichtig sei jetzt, dass das Land in Abstimmung mit der Region die konkreten Planungen fertig stellt. "Nur dann macht es Sinn, um Geld zu kämpfen", betonte Flachsbarth.

Koldingens Ortsbürgermeister Marco Weber (CDU) sagte am Donnerstag: "Ich bin erfreut. Es ist aber auch ein heikles Thema." In Koldingen gäbe es sehr unterschiedliche Meinungen. Einerseits bedeuteten weniger Autos auch mehr Sicherheit und weniger Belästigung durch Lärm und Abgase. Bei einer Verkehrszählung von 2010 waren in 24 Stunden knapp 20 200 Fahrzeuge registriert worden, die durch das Dorf rollten. Inzwischen dürfte sich die Zahl, vor allem die der Lastwagen, deutlich erhöht haben.

Allerdings, das gab Weber zu bedenken, müssten beim Bauen auch viele wichtige Aspekte beachtet werden. "Welche Variante soll umgesetzt werden, die südliche oder die nördliche?", fragte er. Dabei seien Themen wie Naturschutz, Wanderwege, die Koldinger Teiche, die Leine und das Hochwasser zu diskutieren. "Wir müssen darauf achten, dass nichts kaputt gemacht wird." Weber erwartet einigen Widerstand und möglicher Weise auch gerichtliche Auseinandersetzungen um das Projekt Ortsumgehung. Es werde hoffentlich ein Kompromiss gefunden, "mit dem die meisten Bürger leben können".

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