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RROP: BI-Vertreter enttäuscht über Entscheidung

Schulenburg / Hiddestorf / Ohlendorf RROP: BI-Vertreter enttäuscht über Entscheidung

Die Vertreter der Bürgerinitiativen (BI) Schulenburg, Hiddestorf und Ohlendorf sind enttäuscht, dass die Regionsversammlung das Regionale Raumordnungsprogramm (RROP) beschlossen hat. Sie kündigen an, dass sie den möglichen Ausbau der Windparks in der Region weiterhin kritisch begleiten werden.

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So wie auf dieser Fotomontage könnte der Blick vom Spielplatz an der Erfurter Straße in Schulenburg aussehen, wenn ein 200 Meter hohes Windrad gebaut wird.

Quelle: Klaus Iffland

Schulenburg / Hiddestorf / Ohlendorf. Seit Monaten wird der Entwurf des RROP, das für 10 Jahre gelten soll, kontrovers diskutiert. In der Öffentlichkeit besonders umstritten sind die sogenannten Vorranggebiete für Windenergie. Für Schulenburg und Hiddestorf-Ohlendorf hatten sich BIs gegründet, die eine weitere Belastung durch mehr Windräder verhindern wollten. Am Dienstagabend hat die Regionsversammlung das neue RROP mit überwältigender Mehrheit beschlossen.

"Wir sind außerordentlich enttäuscht", sagte Klaus Iffland von der BI Schulenburg am Mittwoch. Die BI hatte im Vorfeld alle Regionsabgeordneten persönlich angeschrieben und sie aufgefordert, nur ihrem Gewissen zu folgen und nicht dem Fraktionszwang. "Wir werden den Prozess weiter kritisch verfolgen", kündigte Iffland an.

"Wir waren nach der Sitzung sehr niedergeschmettert", sagte am Mittwoch Ute Salzer. Die Sprecherin der BI Hiddestorf und Ohlendorf hatte mit etwa 30 Mitgliedern unterschiedlicher BIs die Versammlung im Regionshaus Hannover verfolgt. Die BI-Vertreter hatten mit Plakaten und Fotos für ihr Anliegen geworben. Während der Fragestunde hatten die Gäste Fragen gestellt, die nach Auskunft Salzers allerdings "nur mit leeren Aussagen wie mit Textbausteinen" beantwortet wurden.

Salzer kritisierte neben dem Beschluss auch die Eile, mit dem dieser durchgedrückt worden sei. Das RROP sei sehr komplex und regele viele unterschiedliche Bereiche. "Ich verstehe nicht, dass man den Punkt Windenergie nicht heraus nimmt." Andererseit sei ihr bewusst, dass sich mit dem Bau von Windenergieanlagen viel Geld verdienen lasse. "Die Firmen haben die Bauanträge schon fertig." Die BI Hiddestorf und Ohlendorf werde das weitere Verfahren kritisch beobachten, kündigte sie an. "Wir werden besondere Sorge tragen, dass bei Bauanträgen alle notwendigen Gutachten tatsächlich gemacht werden."

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Mitglieder von Bürgerinitiativen aus der Region empfangen die Regionsabgeordneten, die über das RROP abstimmen sollen, mit Plakaten gegen den Ausbau von Windparks und "Stolpersteinen" vor dem Sitzungssaal.

Quelle: Jörg Sievers
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