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Verwaltung hält an Haltestellen-Standort fest

Pattensen-Mitte Verwaltung hält an Haltestellen-Standort fest

Der geplante Standort der neuen Bushaltestelle an der Hiddestorfer Straße in Pattensen sollte nicht verändert werden. Dafür spricht sich der Erste Stadtrat Axel Müller in einer Verwaltungsvorlage aus. Ratsmitglieder hatten den geplanten Standort aus verschiedenen Gründen bemängelt.

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An der Hiddestorfer Straße soll eine Haltestelle eingerichtet werden.

Quelle: Tobias Lehmann

Pattensen-Mitte. Die Bushaltestelle soll nach dem Vorschlag der Verwaltung südlich des Einmündungsbereichs der Pariser Allee in die Hiddestorfer Straße eingerichtet werden. Die Region Hannover hatte den Standort bereits als "sehr geeignet" bezeichnet. Die nächste Haltestelle ist rund 500 Meter entfernt und damit vor allem für die Bürger des Neubaugebietes Pattensen-Mitte Nord nur wenig attraktiv. Die neue Haltestelle würde dann an die Linie 366 mit Fahrtrichtung Pattensen ZOB und Hiddestorf angeschlossen.

Doch Pattensens Politiker bemängelten unter anderem, dass der östliche Bussteig an dem geplanten Standort mit 2,5 Metern sehr schmal sei. Durch das Wartehäuschen werde noch zusätzlicher Platz weggenommen. Müller entgegnet, dass der verbleibende Platz mit 1,5 Metern immer noch breit genug für zum Beispiel Rollstuhlfahrer oder Kinderwagen sei. Der Standort sei auch mit der Behindertenbeauftragten der Stadt abgestimmt.

Ein weiterer Kritikpunkt einiger Ratsmitglieder ist, dass der Kurvenverlauf an der Stelle schlecht einzusehen sei. Möglicherweise wäre die Verlegung der Haltestelle nur wenige Meter weiter nordwestlich der Einmündung Pariser Allee die bessere Variante. Müller sagt, dass sich die Sichtverhältnisse an beiden Standorten kaum voneinander unterscheiden. Zudem liege der alternative Standort mitten im Bebauungsplan des Neubaugebiets. Dort sollen Grünflächen als Ausgleich für das Baugebiet gepflanzt werden.

Ein weiterer Vorteil des von der Verwaltung vorgeschlagenen Standorts wäre, dass der Bereich dauerhaft gestaltet und befestigt wird. Zurzeit wird ein kleiner Teil der unbefestigten Fläche von den Mitarbeitern der benachbarten Kindertagesstätte als Parkplatz genutzt, was eine laufende Unterhaltung wie den wiederholten Einbau eines Mineralölgemisches zur Begradigung der Oberfläche notwendig mache. Das würde dann entfallen. Müller teilte bereits zuvor mit, dass die Mitarbeiter der Kita auch gefragt worden seien und keine Einwände gegen die Bushaltestelle haben.

Weiterhin weist Müller darauf hin, dass an dem Standort auch einige Bäume gefällt werden müssen. Diese seien allerdings durchweg als "mittelstark beschädigt bis krank" eingestuft und somit nicht erhaltenswert.

Die Kosten für die Einrichtung der Bushaltestelle betragen rund 245.000 Euro. Davon werden voraussichtlich allerdings 75 Prozent gefördert, so dass die Stadt noch etwa 60.000 Euro zahlen müsse. In der jüngsten Sitzung des Bauausschusses wurde auch darüber diskutiert, ob dieser Betrag nicht dennoch aufgrund des defizitären Haushalts der Stadt zu hoch sei. Der Bus fährt die Strecke wochentags einmal pro Stunde, an den Wochenenden seltener. Häufig genutzt werde die Linie zurzeit nicht, sagte Müller in dieser Sitzung. Er wies aber darauf hin, dass sich dies nach Vollendung des Baugebietes ändern könne. 

Die Entscheidung soll in der Ratssitzung am Donnerstag, 28. September fallen. Zunächst wird über das Thema noch einmal im Bauausschuss am Mittwoch, 20. September, diskutiert. Ort und Uhrzeit für beide Sitzungen werden noch bekannt gegeben. 

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