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Turnen bald Kinder über der Schulverwaltung?

Pattensen Turnen bald Kinder über der Schulverwaltung?

Möglicherweise werden die Jungen und Mädchen der Grundschule Pattensen ihrem Schulleiter über dem Kopf herum turnen. Die Verwaltung schlägt vor, die bestehende Turnhalle abzureißen und im Neubau die Verwaltungsräume im Erdgeschoss und die Turnhalle im ersten Obergeschoss anzusiedeln.

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Die Grundschule Pattensen soll saniert werden.

Quelle: Tobias Lehmann

Pattensen-Mitte. Dass die Sanierung der Grundschule Pattensen erheblich teurer wird als erwartet, hatte die Stadtverwaltung bereits im April mitgeteilt. Statt der ursprünglich angenommenen sechs Millionen Euro müssen voraussichtlich neun Millionen Euro investiert werden. Jetzt stellt die Verwaltung den aktuellen Entwurf des Architektenbüros LSM aus Hannover vor.

Dieser sieht den kompletten Neubau eines Gebäudes auf dem Schulgelände vor. Darin sollen die Verwaltung und die Mensa im Erdgeschoss und die Sporthalle sowie der Gymnastikraum im ersten Obergeschoss untergebracht werden. Dies habe verschiedene Vorteile.

Die bisherige Planung sah vor, zwischen der bestehenden Turnhalle und dem Hauptgebäude einen Verbindungstrakt zu bauen. Dies hätte laut den Architekten jedoch zur Folge, das eine ausreichende Lüftung und genügend Licht ohne technische Hilfsmittel nicht möglich sei. Auf lange Sicht gesehen sei deshalb ein Neubau die bessere und kostengünstigere Lösung. Die Turnhalle im Obergeschoss könne belüftet werden. Zudem wäre es möglich, die Mensa, die Verwaltungsräume und die Turnhalle mit wenigen Anschlüssen zentral zu heizen. Da es sich um einen Neubau handelt, wäre auch Sanierungen in den nächsten Jahren nicht zu erwarten. Ein weiterer Vorteil wäre, dass der Schulhof in seiner derzeitigen Größe erhalten bleibt, da auf den Verbindungstrakt verzichtet werden kann.  

Muss Schulleiter Norbert Feltin befürchten, dass der Lärm aus der Sporthalle im Obergeschoss ihn bei seiner Arbeit im Erdgeschoss stören wird? Die Architekten haben ein entsprechendes Gutachten angefertigt. Demnach liegt der sogenannte Trittschall bei 35 Dezibel. Bis zu 46 Dezibel wären in dieser Konstellation zumutbar. Zudem führen die Architekten mehrere Beispiele von Schulgebäuden in Niedersachsen an, bei denen eine ähnliche Lösung gewählt wurde.

Der Ausschuss für Bauangelegenheiten, Stadtentwicklung und Umwelt wird über das Thema in der öffentlichen Sitzung am Donnerstag, 9. Juni, um 19 Uhr im Ratskeller diskutieren. Das letzte Wort hat der Rat der Stadt am Donnerstag, 16. Juni, um 19 Uhr im Ratskellersaal.

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