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Pattensen Bürgermeister planen Netzwerk

Die jungen Verwaltungschefs aus Pattensen, Wennigsen und Springe wollen eng zusammen arbeiten. Sie verbindet, dass jeder von ihnen für eine kleinere Stadt tätig ist und auch, dass sie alle jung sind. Alle drei hoffen auf frische Impulse für eine interkommunale Zusammenarbeit.

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Erfahren im Netzwerken für Pattensen: Bürgermeisterin Ramona Schumann (SPD, rechts) kooperiert gut mit der Bundestagsabgeordneten Maria Flachsbarth (CDU).

Quelle: Kim Gallop

Pattensen. Der frisch gewählte Bürgermeister von Springe, Christian Springfeld (FDP), ist 38 Jahre alt. Pattensens Bürgermeisterin Ramona Schumann (SPD), 36, hat ihm per Facebook gratuliert, Christoph Meineke, 36, parteiloser Bürgermeister in Wennigsen, per Twitter.

Schumann glaubt, dass gerade die kleineren Kommunen im Süden der Region „oft unterschätzt werden“. Zu Unrecht, wie sie betont. „Da wird es noch manche Überraschung geben“, verspricht die Sozialdemokratin, die Mitte Juni 2014 gewählt wurde, und hofft auf „neuen Schwung“, der vom Südquadranten ausgehen könne.

"Wir suchen immer nach Möglichkeiten interkommunaler Zusammenarbeit", sagt Schumann. Ein gelungenes Beispiel sei die Kooperation von Pattensen mit dem Rechnungsprüfungsamt Wennigsen. Es müsse nicht jeder das Rad neu erfinden, es könnten durchaus gute Ideen ausgetauscht und aufgegriffen werden. Dabei denkt die Bürgermeisterin an das Programm "Integriertes Ländliches Entwicklungskonzept" (ILEK), für das es Fördergelder von der EU gibt. Springe und Wennigsen hätten damit schon Erfahrungen gesammelt. Für Pattensen könnte sich Schumann eine Entwicklung im Bereich Tourismus und Naherholung vorstellen.

Meineke möchte mit Springfeld Erfahrungen teilen. Der junge Mann im Wennigser Rathaus sagt, er selbst habe etwa ein Vierteljahr gebraucht, um sich richtig in die Arbeit als Bürgermeister einzuarbeiten. Bei Springfeld betrachtet er es als größte Hürde, dass ihm die kommunalpolitische Erfahrung fehle. Ein klarer Vorteil ergebe sich aber auch genau daraus: Querdenken führe dazu, dass neue, andere Konzepte entwickelt werden könnten. „Politik und Verwaltung sehen das häufig reserviert – das lässt sich aber in Gesprächen lösen.“

Um die Zusammenarbeit zwischen den sechs Kommunen im Calenberger Land, Wennigsen, Springe, Gehrden, Barsinghausen, Ronnenberg und Pattensen, zu intensivieren, setzt Schumann auf die sogenannte Calenberger Runde. Bei den regelmäßigen Treffen tauschen sich die Bürgermeister über Strategien zur Attraktivitätssteigerung ihrer Kommunen aus.

Von Kim Gallop und Ralf T. Mischer

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