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Grüne: Kein Neubau auf der grünen Wiese

Pattensen Grüne: Kein Neubau auf der grünen Wiese

Die Bündnisgrünen haben ihr Wahlprogramm unter das Motto "Vier Grün(d)e für Pattensen" gestellt. Vier Kandidaten treten zur Wahl des Stadtrats im September an und nennen vier Themen als Schwerpunkte: Stadtentwicklung, Klimaschutz, Agrarwende und Energiewende.

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Kandidieren für den Stadtrat: Die Bündnisgrünen Michael Dreves (von links), Sandra Stets, Eleni Kyriazaki und Uwe Hammerschmidt.

Quelle: Sven Brauers

Pattensen. Bei der Stadtentwicklung gilt für Bündnisgrünen der Leitsatz: "Innen vor Außen". Kandidat Michael Dreves erläutert, dass es Wachstum nicht um jeden Preis geben dürfe. "Statt des Neubaus auf der grünen Wiese wie aktuell beim Baugebiet Mühlenfeld müssen die Möglichkeiten der Entwicklung im Innenbereich ausgeschöpft werden", sagt er. Durch jedes neue Baugebiet gingen Bodenfunktionen verloren. Zudem müsse die neue Infrastruktur geschaffen werden. Bestandteil eines integrierten Verkehrskonzepts sei zudem die Berücksichtigung aller Verkehrsteilnehmer. "Pattensen glänzt durch Begegnungsflächen und Grün und nicht durch eine möglichst schnelle Ortsdurchfahrt", sagt Dreves.

Als Ziele für den Klimaschutz nennt Kandidatin Eleni Kyriazaki unter anderem die Schaffung einer fahrradfreundlichen Stadt und den Neubau öffentlicher Gebäude im Passivhaus-Standard. Die regionale Energiegewinnung soll durch die Installation von Solar- und Photovoltaik-Anlagen auf öffentlichen Gebäuden realisiert werden. "Wenn kommunale Gebäude energetisch saniert werden, gewinnt nicht nur der Klimaschutz, sondern sie machen sich auch unabhängiger von steigenden Energiepreisen", sagt sie. 

In der Agrarwende setzt die Partei auf eine naturnahe und bäuerliche Landwirtschaft statt auf Massentierhaltung in großen Fabriken. Kandidat Uwe Hammerschmidt sagt: "Klasse statt Masse und faire Preise für hochwertige Produkte sind für die Landwirtschaft eine Chance. Die Nachfrage nach regional erzeugten Lebensmitteln wächst beständig." Die Grünen stehen für eine Landwirtschaft, die Tiere artgerecht hält und den Bauern ein Einkommen sichert. "Mehr Bio, regionale Wertschöpfung und Tierschutz beginnen vor Ort", sagt Hammerschmidt.

Ein weiteres Thema der Partei ist die Energiewende. "Die Kommune kann und sollte als Vorbild agieren. Kommunale Einrichtungen müssen auf den energetischen Prüfstand", fordert Kandidatin Sandra Stets. Zudem müsse die individuelle Mobilität des Rad- und öffentlichen Personennahverkehrs attraktiver gestaltet werden. "Wir wollen die Aufmerksamkeit steigern und den Irrglauben beseitigen, dass wir uns die erforderlichen Mittel nicht leisten können", sagt Stets. 

Das komplette Wahlprogramm kann auf der Internetseite gruene-pattensen.de eingesehen werden.  

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