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Letzte Chance für Schwarzfahrer

Pattensen/Springe Letzte Chance für Schwarzfahrer

Fünffaches Schwarzfahren mit der Deutschen Bahn und eine Fahrt mit einem Auto ohne Kennzeichen und Haftpflichtversicherung: Wegen dieser Tatvorwürfe musste sich jetzt ein 19-jähriger Pattenser vor dem Amtsgericht Springe verantworten.

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Das Jugendschöffengericht des Amtsgerichts Springe hat ein Urteil gesprochen.

Quelle: Andreas Zimmer (Archiv)

Pattensen/Springe. Das Jugendschöffengericht verurteilte ihn zu einem Jahr Bewährungsstrafe. Zudem muss er eine Geschenkauflage in Höhe von 100 Euro erbringen. Bei einer Geschenkauflage muss der Verurteilte einer von der Jugendgerichtspflege ausgewählten Einrichtung - etwa einem Kindergarten - ein Geschenk machen. Der erzieherische Gedanke ist, dass der Verurteilte etwas eigenständig kaufen und dann der Einrichtung übergeben muss
Mit diesem Urteil verbunden wurde eine Verurteilung aus dem letzten Jahr, bei dem der Mann wegen Diebstahls eine zehnmonatige Bewährungsstrafe erhalten hatte.

Der 19-Jährige räumte die Taten ein. Das Fahrzeug, mit dem er in Hannover unterwegs war, sei nicht versichert gewesen. Er habe das Auto nach dem Kauf von Hannover nach Pattensen überführen wollen, berichtete er. Schwarz gefahren sei er, weil er kein Taschengeld bekommen habe und seine Eltern nicht nach Geld fragen wollte.

„Ich habe Mist gebaut“, bekannte der 19-Jährige. Nun aber habe er Arbeit gefunden und verdiene Geld, mit dem er seine Eltern und Geschwister unterstütze. Die Eltern hätten an den ältesten Sohn hohe Ansprüche in dieser Richtung, erläuterte ein Vertreter der Jugendgerichtspflege. Diese zu erfüllen, sei für den jungen Mann ohne Schulabschluss nicht einfach.

"Das ist ihre letzte Chance", warnte Richter Christian Lubrich. Der Pattenser könne nicht noch einmal mit einer zur Bewährung ausgesetzten Strafe rechnen, sollte er sich sich in den kommenden drei Jahren etwas zu Schulden kommen lassen. „Halten Sie also die Füße still.“

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Von Redakteur Annegret Brinkmann-Thies

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