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Aus der Presse kommen groteske Figuren

Jeinsen Aus der Presse kommen groteske Figuren

Eine Marionette, die auf einem Schaf reitet, ein Vogel zum Aufziehen oder ein Mensch mit Fuchskopf: Die Radierungen des Hamburgers Welf Schiefer sind geprägt von grotesken Figuren. Seit Freitagabend können Kunstliebhaber mit ihnen in der Galerie im Holzlager in Jeinsen Bekanntschaft machen.

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Welf Schiefer zeigt im Kreatop mehr als 300 verschiedene Werke.

Quelle: Stephanie Zerm

Jeinsen. An seinen Radierungen sitzt Welf Schiefer meist tagelang. "Dabei ist das Zeichnen noch der geringste Aufwand", sagt der 36-Jährige. Denn bei der Radiertechnik kommt ein aufwendiges Verfahren zum Einsatz.

Bei dem sogenannten Tiefdruck wird zunächst eine Zinkplatte mit Asphaltlack lackiert. Anschließend ritzt Schiefer seine filigranen Zeichnungen mit einer Radiernadel in die Platte. Danach kommt diese ins Säurebad, das die frei geritzten Schichten verätzt. Diese werden anschließend mit einer speziellen Radierfarbe eingefärbt. "Das ist sehr langwierig, da die Platte mehrmals akribisch freigewischt werden muss, damit die Farbe nur in den Vertiefungen bleibt", erklärt Schiefer. Ist dies geglückt, kann die Zinkplatte durch die Radierpresse gedreht werden, die die Farbe auf Büttenpapier verewigt.

Die aufwendige Technik hat es Schiefer angetan. "Beim Druck passiert immer viel Unerwartetes", schwärmt der gebürtige Leeraner, der eine Zeit lang in Hannover wohnte und mittlerweile in Hamburg lebt. Außerdem könne er so mehrere Originale anfertigen. Bei einer Zeichnung gebe es demgegenüber immer nur ein Original. Dabei zeigen seine Radierungen vor allem skurrile Gestalten, die sich selber in den Abgrund zu manövrieren drohen - bis Schiefer sie in seinen Bildern wieder rettet.

Um auch andere in die Kunst der Radierung einzuführen, hat Schiefer am Wochenende in der Kreatop-Werkstatt der Jeinser Künstlerin Antje Fink einen Workshop zu dem Thema veranstaltet. Die Jeinserin hatte den Künstler vor kurzem bei einem Seminar kennen gelernt und war sofort von dessen Radierungen begeistert. In ihrer Galerie im Holzlager über der Kreatop-Werkstatt sind seit Freitagabend mehr als 300 von Schiefers Radierungen zu sehen - zwölf davon hängen hinter Glas an der Wand. Die weiteren können sich die Besucher in einer Mappe ansehen.

Die Ausstellung "work in progress" von Welf Schiefer ist bis zum Donnerstag, 1. Dezember, an der Ippenstedter Straße 3 jeweils montags von 16 bis 18 Uhr, dienstags von 20 bis 21 Uhr sowie nach Vereinbarung unter Telefon (05066) 602144 zu sehen. Der Eintritt ist frei.

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Von Stephanie Zerm

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