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Wie gefährlich sind die Hells Angels für Pattensen?
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Rockergruppe bereitet Sorgen Wie gefährlich sind die Hells Angels für Pattensen?

Stellt die neue Rockergruppe, die sich in Pattensen gegründet haben soll und zu der auch ehemalige Mitglieder der Hells Angels gehören sollen, eine Gefahr für die Sicherheit in Pattensen dar? Polizeivizepräsident Thomas Rochell gibt eine erste vorsichtige Einschätzung.

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Den ehemaligen Hells-Angels-Mitgliedern konnten keine Straftaten aus dem Bereich der organisierten Kriminalität nachgewiesen werden. Das sagt Polizeivizepräsident Thomas Rochell.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Pattensen. Die Gründung einer neuen Rockergruppe mit ehemaligen Mitgliedern der Hells Angels sorgt weiter für Gesprächsstoff in Pattensen. Am Donnerstagabend beschäftigte das Thema den Rat der Stadt. Berichte darüber, dass sich ehemalige Hells Angels in Pattensen sammeln, hatten bei Bürgern Angst vor Kriminalität geweckt. Wie gefährlich sind die Rocker? „Straftaten aus dem Bereich der organisierten Kriminalität - wie Drogen- oder Menschenhandel - konnte den ehemaligen Hells Angels in Hannover in den vergangenen Jahren nicht nachgewiesen werden“, sagt Rochell auf Anfrage. Allerdings seien Mitglieder des aufgelösten Hells-Angels-Charters „vereinzelt - etwa im Zusammenhang mit Körperverletzungsdelikten von Türstehern - strafrechtlich in Erscheinung getreten“. Ob dies auch auf die Mitglieder des neuen Charters Badland zutrifft, das sich jetzt gegründet hat, ist nicht bekannt.

Nach Angaben eines der Mitglieder besteht das Charter aus sechs Personen. Viele Pattenser fragen sich, ob noch mehr Rocker dahinterstehen. „Exakte Zahlen kennen wir nicht“, sagt Rochell. Dass Pattensen im Zusammenhang mit der Gründung in den Schlagzeilen ist, hängt mit einem entsprechenden Eintrag im Impressum der Badland-Homepage zusammen. Dies bedeute „nicht zwingend, dass sich ein möglicher, neuer Klub tatsächlich in Pattensen gründet oder dort Klubräume bezieht“, sagt Rochell. Er vermute, dass es sich bei der Ortsbezeichnung zunächst einmal um einen „Platzhalter“ handelt. Auf die Frage, ob Badland andernorts in der Region einen Standort sucht, wollte der Polizeivizepräsident am Freitag nicht eingehen. „Das wäre reine Spekulation.“ Ein Pattenser Badland-Mitglied hatte abgestritten, dass man auf der Suche nach Räumen sei.

Stadt sieht keine Handhabe: Die Rockergruppe war jüngst auch Thema im Rat. „Wo haben die sich niedergelassen? Kann man das verhindern?“, fragte SPD-Fraktionsvorsitzender Karl-Heinz Schieweg. Er wolle sich nicht an Spekulationen beteiligen, antwortete Bürgermeister Günther Griebe. Grundsätzlich habe die Stadt keinen Grund einzuschreiten, wenn sich Menschen „auf privatem Gelände, in privaten Räumen“ treffen. Behörden könnten erst tätig werden, wenn es begründete Hinweise auf Straftaten gebe.

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