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359 Unterschriften für den Bolzplatz, 100 für Flüchtlinge

Empelde 359 Unterschriften für den Bolzplatz, 100 für Flüchtlinge

Mit einem Pfeifkonzert der vom Fußball begeisterten Kinder sowie Plakaten haben Anwohner des Bolzplatzes Ohefeld am Montagabend vor dem Rathaus in Empelde gegen die Bebauung der stadteigenen Ballspielfläche protestiert. Dort sind Sozialwohnungen auch für Flüchtlinge geplant.

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Die Bürgerinitiative Pro Bolzplatz Ohefeld überreicht Bürgermeisterin Stephanie Harms Unterschriften für den Erhalt des Platzes.

Quelle: Kerstin Siegmund

Ronnenberg. Mit 359 Unterschriften setzen sich Bürger aus Ronnenberg für den Erhalt des Bolzplatzes Ohefeld ein. Die Unterschriftenlisten überreichten sie Bürgermeisterin Stephanie Harms. Die Mitglieder der Bürgerinitiative (BI) und ihre Unterstützer wollen die Freifläche dauerhaft für sportliche Aktivitäten ihrer Kinder erhalten. Sie betonen, dass ihr Votum sich ausdrücklich nicht gegen Flüchtlinge richtet. „Ganz im Gegenteil. Initiatoren und Unterstützer heißen Menschen von anderswo in Ronnenberg herzlich willkommen. Es ist auch völlig unstrittig, dass diesen Menschen geholfen und ihnen in Ronnenberg ein adäquater Wohnraum geboten werden muss“, sagte Pro-Bolzplatz-Sprecher Maik Hartje.

Nach Einschätzung der Bürgerinitiative gibt es zum Bolzplatz am Ohefeld diverse Alternativen auf städtischen Grundstücken, unter anderem am Mühlenrär und am Friedhof in Ronnenberg, auf denen Sozialwohnungen gebaut werden könnten. In einem Gespräch mit der Bürgermeisterin und Ratspolitikern brachten fünf Vertreter der BI am Montagabend ihre Argumente für den Erhalt der Grünfläche vor. Dort gestattet die Stadt seit mehr als zehn Jahren das Fußballspielen - unter Vorbehalt, denn im Bebauungsplan ist das Grundstück als Fläche für soziale Zwecke ausgewiesen.

In zwei Informationsveranstaltungen am 22. September in der Marie-Curie-Schule in Empelde und einen Tag später im Gemeinschaftshaus Ronnenberg, die jeweils um 19 Uhr beginnen, will die Stadt den Bürgern die Pläne erläutern. Nach Erkenntnissen der Verwaltung mangelt es in beiden Stadtteilen an Sozialwohnungen.

Initiative pro Asyl gestartet

Der Aufruf weist auf das Schicksal und den Leidensweg der Flüchtlinge hin, die aus den Kriegsgebieten des Nahen Ostens kommen. Deutschland hat sich bereit erklärt, 20.000 Menschen aus Syrien Zuflucht zu gewähren. Die Stadt Ronnenberg wird, wie alle Kommunen, in den nächsten Monaten eine größere Zahl verfolgter Menschen aufnehmen müssen.

Die Unterzeichner des Flüchtlingsaufrufs appellieren, daran mitzuwirken, dass diese Zuwanderer in Ronnenberg menschenwürdig wohnen und leben können. „Vielen von uns sind sie vielleicht zunächst noch fremd. Wir heißen sie aber ausdrücklich willkommen, auf dass wir schon bald vertraute Nachbarn sind“, heißt es in dem Appell, den das Ehepaar Christa und Rolf Hüper verfasste.

20 Erstunterzeichner unterstützen die Initiative der beiden Empelder. Zu ihnen gehören die früheren Rathauschefs Bernhard Lippold und Wolfgang Walther (beide SPD) ebenso wie der ehemalige CDU-Fraktionsvorsitzende Werner Pütz.

„Wir sind beeindruckt von der ungeteilten Zustimmung, die wir bei Vereinen, Kirchen, Parteien Künstlern und Bürgern erfahren“, teilt das Ehepaar Hüper mit. „Viele haben uns von ihrem eigenen Schicksal oder von dem ihrer Eltern als Flüchtlinge, Verfolgte oder Vertriebene berichtet. Sie haben uns davon erzählt, wie dankbar sie oder ihre Angehörigen für die Hilfe waren, die sie hier in Ronnenberg erlebten. Sich nun ihrerseits für Kriegsflüchtlinge einzusetzen, ist vielen ein Bedürfnis“, so die Initiatoren. In den nächsten Monaten wollen Christa und Rolf Hüper in regelmäßigen Veranstaltungen über die Aufnahme der Flüchtlinge und mögliche Unterstützungsmaßnahmen informieren.

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