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40 Wahlplakate werden in Empelde vermisst

Ronnenberg 40 Wahlplakate werden in Empelde vermisst

Ungewöhnlich gründlich haben Unbekannte in den vergangenen Tagen in Empelde Wahlplakate abgenommen. Etwa 40 Werbeflächen der AfD hingen am Dienstag nicht mehr dort, wo sie für die Partei werben wollten. Der Vorsitzende, Felix Teichner, hat den Vorgang zur Anzeige gebracht.

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Auch in der Berliner Straße sind sogenannte Doppelplakate entwendet worden.

Quelle: KRANZ

Empelde. Wie die Polizei meldet, liegt der Tatzeitraum zwischen Sonntag, 1. Oktober, und dem Abend des 3. Oktober. Teichner sieht neben Diebstahl auch den Tatbestand der Wahlbehinderung erfüllt. Er sieht es als naheliegend an, dass "politische Gegner" Urheber der Tat sind. Eine solches Vorgehen müsse "organisiert und stramm durchgeplant werden", meinte Teichner.

Die vermissten Wahlplakate waren extra für die Landtagswahl am 15. Oktober an der Ronnenberger Straße, Berliner Straße, Nenndorfer Straße und Chemnitzer Straße aufgestellt worden. Nachdem Teichner den Verlust am Dienstag bemerkt hatte, verständigte er die Polizei und erstattete Anzeige gegen Unbekannt. Vor allem die Menge des Diebesgutes überrascht Teichner. "Bei 40 Doppelplakaten ist das ja auch Gewicht, was da zusammenkommt. Das packt man sich nicht so einfacht auf den Fahrradsattel." Die Polizei bittet bei der Suche nach den Tätern um Hinweise aus der Bevölkerung unter Telefon (0511) 1095555.

Auch in der Vergangenheit habe die AfD immer wieder vereinzelt Plakate vermisst, so wie zuletzt vor der Bundestagswahl. Damit ist die Partei aber nicht allein. Dieter Herbst, FDP-Ratsherr, macht reglemäßig seine Runde im Stadtgebiet und überprüft, ob Plakate seiner Partei beschädigt oder beschmiert worden sind. "Man muss schauen, ob die Plakate gepflegt werden müssen und gegebenenfalls nachplakatieren", sagt er.

Vor allem vor der Kommunalwahl im vergangenen Jahr seien Plakate in stärkerem Maß beschädigt worden, erzählt Fabian Hüper (SPD). Dabei ist für die Plakatwerbung verstärkt ehrenamtliches Engagenment der Mitglieder gefordert. "Es gibt auch schon Firmen, die die Pflege anbieten", sagt Hüper. Gerade im ländlichen Bereich machten die Parteien diese Arbeiten jedoch überwiegend selbst.

Über Sinn und Zweck von Wahlplakaten komme es derweil intern immer wieder zu Differenzen, erzählt Hüper. Persönlich sei er nicht davon überzeugt, dass Plakate unentschlossene Wähler überzeugen. Das bestätigt auch eine Studie der Hochschule für Kommunikationswissenschaft an der Universität Hohenheim. Darin heißt es auch, dass Wahlplakate in der Zukunft zugunsten des Internets immer mehr an Bedeutung verlieren werden.

Ein weiterer Feind der Wahlplakate in diesen Tagen ist der zunehmende Wind. Wetterwarnungen sehen die Gefahr von Sturmböen auf die Region zukommen. Dies kommt aber als Ursache für die aktuellen Verluste in Empelde nicht infrage. Für Teichner ist indes klar: "Wir werden die Plakate wieder aufhängen."

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