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Abdeckung kommt erst 2018

Ronnenberg Abdeckung kommt erst 2018

Kommt sie oder kommt sie nicht? Die Diskussionen um die Anschaffung einer Abdeckung für das sanierte Schwimmbecken des Freibades in Empelde scheint kein Ende zu nehmen. Jetzt ist aber klar: Vor 2018 wird es keine Abdeckung geben.

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Der bei der Sanierung des Beckens ausgehobene Boden muss noch entsorgt werden.

Quelle: Uwe Kranz

Ronnenberg. Stadtkämmerer Frank Schulz macht logistische und technische Gründe für die Verzögerung verantwortlich. Das Freibad soll planmäßig zum Saisonstart im kommenden Monat öffnen. Die Vorgaben des Rates der Stadt hätten es unmöglich gemacht, die Abdeckung frühzeitig in Auftrag zu geben. Das Gremium hatte beschlossen, die Plane erst zu bestellen, wenn sichergestellt sei, dass die Sanierung den Kostenrahmen von rund 1,3 Millionen Euro nicht übersteigt.

Zum Ende der Arbeiten komme es aber bei solchen Projekten zu so genannten Nachbegehren der beauftragten Firmen, die eine genauere Schätzung der Kosten schwierig machten. Jede Woche gebe es derzeit einer andere Wasserstandsmeldung und deshalb noch keine Kostensicherheit. Eine Unbekannte seien auch noch die noch nicht genau kalkulierbaren Kosten für die Entsorgung von PCB-belasteten Böden und Baustellenabfällen. „Im Moment habe ich aber das Gefühl, wie kommen ganz gut hin“, sagte Schulz. Der Brennwertkessel zur Beheizung des Beckens sei inzwischen „nicht mehr gefährdet“.

Dennoch sei es nun zu spät für die Anschaffung der Plane noch in diesem Jahr. Zunächst müssten Angebote eingeholt werden. Außerdem müsste die beauftragte Firma bereit sein, die Abdeckung im laufenden Betrieb zu installieren, erklärt der Kämmerer die Schwierigkeiten einer früheren Umsetzung.

Derweil diskutieren die Parteien weiterhin die Kosten für die Freibadsanierung. „Für mich ist es unverständlich, dass, wenn eine Heizung existiert, über eine Abdeckung diskutiert wird“, hatte Dieter Herbst (FDP) in seiner Haushaltsrede festgestellt. 77 000 Euro zusätzlich hatte der Rat in die Planung eingestellt, um sicher zu gehen, dass die Abdeckung finanziert werden könne. „Ich bin gespannt, ob das Geld reicht“, zweifelte Hans-Heinrich Hüper (CDU), der das Bad gern nach der Sanierung privatisieren würde. Für Dieter Schur sind die Kosten für die Planung in früheren Beschlüssen aber bereits „eingepreist“ gewesen, und Jens Williges vergleicht die von ihm erwarteten Kosten zufrieden mit einer höheren Schätzung aus 2016. Es zeige sich, das „öffentliche Bauten nicht immer teurer als geplant werden“.

„Da hat jeder seine eigene Deutunghoheit“, sagt Schulz. Aus seiner Sicht sind die Kosten, auch bei einer möglichen geringen Überschreitung der Planung immer noch „ein Traumergebnis für ein solches Projekt“.

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