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AfD ist regionsweit in Empelde spitze

Stadt Ronnenberg AfD ist regionsweit in Empelde spitze

Persönlich hatte sich Felix Teichner, AfD-Fraktionschef im Stadtrat, ein noch besseres Ergebnis erhofft. Mit 12,4 Prozent hatte die Partei in Empelde regionsweit das beste Resultat bei der Bundestagswahl erzielt. Mit Blick auf die Landtagswahl geraten die anderen Parteien wegen derweil in Sorge.

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Quelle: Symbolbild

Ronnenberg. Noch etwas erschöpft von der Wahlparty zeigte sich Teichner am Montagmittag trotzdem zufrieden mit dem Erreichten. "Wir können stolz darauf sein", sagte Teichner. Vor allem in Empelde hatte die AfD mit 14,9 Prozent, dem regionsweit besten Ergebnis, gepunktet, wenig überraschend für den Fraktionschef. "Das war bei der Kommunalwahl auch schon so", sagte er. "Empelde ist ein Arbeiterviertel. Das spiegelt einen Großteil unserer Wählerschaft wider." Auch bei der Landtagswahl erhofft sich Teichner insgesamt ein Ergebnis um die 10 Prozent. "Das ist realistisch."

Am Sonntag war die SPD in Ronnenberg auf 29,3 Prozent gekommen, dicht gefolgt von der CDU (28,9). Die AfD kam im Stadtgebiet auf 12,4 Prozent. Dahinter reihten sich die Grünen (9,2), die FDP (8,4) und die Linke (7,4) ein. Auch die Vertreter der anderen sehen aufgrund der kurzen Zeitspanne bis zur Landtagswahl in Niedersachsen am 15. Oktober kaum die Chance auf eine andere Tendenz. "Da wird sich die Politik nicht so schnell bewegen können", vermutet Hans-Heinrich Hüper, Fraktionsvorsitzender der CDU.

Gesellschaftspolitisch müsse man akzeptieren, so Hüper, dass viele die AfD aus Protest gewählt haben. Gerade im sozialen Brennpunkt, der in Empelde vorliege. Für Jens Williges besteht die Aufgabe darin den Bürgern, "die sich abgehängt fühlen, eine Teilhabe am Wohlstand zu ermöglichen". Allerdings ist der Grünen-Fraktionsvorsitzende auch "sehr zufrieden" mit dem Abschneiden der eigenen Partei. Er erhofft sich durch den positiven Trend und mithilfe von Niedersachsen-spziefischen Themen weiteren Schwung für die Landtagswahl.

Auch die FDP hat nach dem Wiedereinzug in den Bundestag Grund zur Freude. Ratsherr Dieter Herbst sorgt sich dennoch, da in Empelde, wo "25 Prozent mit AfD und Linken den linken und rechten Rand" gewählt hätten. Um diesem Trend entgegenzuwirken setzt er im Landtagswahlkampf nun auf die Themen Bildung, Sicherheit und Digitalisierung.

Die meisten Erst- und Zweitstimmen im Stadtgebiet hatte sich die SPD gesichert und damit ein lokalen Kontrapunkt zur bundesweiten Depression der Sozialdemokraten gesetzt. Dennoch äußerte Ratsherr Rudolf Heim Verstädnis für die Entscheidung zur Beendigung der Regierungsbeteiligung seiner Partei. Ich unterstütze zudem den Beschluss der Bundes-SPD, die große Koalition nicht weiterzuführen. Unsere Leistungen sind von den Wählerinnen und Wählern nicht honoriert worden. Daher ist es konsequent, in die Opposition zu gehen.“

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