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Am Freibadnamen wird nicht mehr gerüttelt

Ronnenberg Am Freibadnamen wird nicht mehr gerüttelt

Nach dem eindeutigen Votum der Schwimmbadbesucher für den Namen Freibad Empelde hat die AfD-Fraktion den Antrag auf Umbenennung zurückgezogen. Die Ratspolitiker kündigten zudem an, künftig nicht mehr an der aktuellen Bezeichnung rütteln zu wollen.

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Der Name "Freibad Empelde" bleibt bis auf Weiteres bestehen.

Quelle: Marcel Sacha

Empelde. Während des Brunches im Freibad hatten die Besucher am 2. September die Möglichkeit, über den Freibadnamen abzustimmen. Der aktuelle Name Freibad Empelde setzte sich dabei mit großer Mehrheit gegen die Alternative Hansabad durch. Da aber insgesamt nur 64 Stimmen abgegeben wurden, wertete Felix Teichner (AfD) als Antragssteller im Ausschuss die Abstimmung als nicht repräsentativ.

Die anderen Parteien signalisierten jedoch, dass sie das Ergebnis trotzdem als Zeichen des Bürgerwillens anerkennen. Uwe Buntrock (Grüne) berichtete über Stimmen während des Brunches, die angedeutet hätten, die Politik wolle so lange abstimmen lassen, bis der richtige Name herauskomme. Diese Ansicht stützt sich auf eine andere Abstimmung aus dem Jahr 2013, bei der ebenfalls der bestehende Name Freibad Empelde eine klare Mehrheit erzielt hatte. Buntrock betonte, man wolle in Zukunft an dem Namen nicht mehr rütteln. Die AfD zog daraufhin ihren Antrag auf Umbennung des Freibades zurück und beendete damit das Thema.

Positiv nahmen die Politiker die Besucherzahlen der gerade abgelaufenen Badesaison auf. Diese wiesen trotz einer Reihe von Schließtagen wegen schlechten Wetters eine Steigerung gegenüber den Vorjahren auf. Derweil waren aber gerade diese Schließtage den Ratspolitikern ein Dorn im Auge. Diskutiert wurden die Fragen, welche Kriterien entscheiden, wann das Wetter schlecht ist und wer darüber überhaupt zu befinden hat. In anderen Kommunen mit beheiztem Schwimmbecken sei eine Schließung aus Witterungsgründen gar kein Thema, erklärte Wiebke Rohland (CDU).

Die Mitglieder aller Parteien sprachen sich im Anschluss für klare Regeln aus, ob und wann das Bad an Regentagen geschlossen werden soll. Dies soll in einer Satzungsänderung festgehalten werden. Auch eine Verlängerung der Badesaison soll darin festgeschrieben werden. Außerdem befürworteten die Ausschussmitglieder den Antrag der Grünen, einen Frühbucherrabatt für Jahreskarten einzuführen. Damit sollen Badegäste belohnt werden, die sich unabhängig vom zu erwartenden Sommerwetter schon vor der Saison für ein Langzeitticket entscheiden.

Stadt soll Zahl der Unterkünfte reduzieren

Die Stadt Ronnenberg gibt bis zum Jahresende zwei weitere Flüchtlingsunterkünfte auf. Das ist das Ergebnis eines Gesprächs von Vertretern der Verwaltung und der Region Hannover, das Adrienne Carstens vom Team Asyl der Stadt im Bildungsausschuss vorgestellt hat. Die Einrichtungen bei Lührßen und in der Bahnhofsstraße in Weetzen werden demanach in den kommenden Wochen geschlossen. Die geplanten Unterbringungszahlen betragen dann im Seegrasweg 356 (71 freie Plätze), Sportplatz 35 (17), Skateranlage 28 (16), Salinenstraße 46 (37) und Felsenburg 24 (9). Die Region betonte zudem, dass im Seegrasweg lediglich Asylbewerber, anerkannte Flüchtlinge und von Obdachlosigkeit bedrohte Personen untergebracht werden dürfen. Bei 55 Personen wird diese Bedingung noch geprüft, sodass sich die Zahl der freien Plätze vor Ort noch auf bis zu 16 reduzieren könnte. 

Ausschuss hadert mit Beteiligung zur Jupa-Wahl

Die geringe Wahlbeteilingung von nur 8,15 Prozent bei der Wahl zum Jugendparlament (Jupa) bezeichnete Felix Teichner (AfD) im Bildungsausschuss als "nicht hinnehmbar". Thomas Peest, Teamleiter bei der Stadt Ronnenberg, betonte, dass alle Wahlbeteilingten im Vorfeld der Abstimmung zweimal persönlich angeschrieben worden seien. "Viel einfacher kann man es den Jugendichen nicht machen", sagte Erster Stadtrat Torsten Kölle. Die Jugendvertretung müsse sich erstmal etablieren, relativierte Jens Williges (Grüne). Viele jüngere Wahlberechtigte seien zudem vermutlich noch nicht politisch interessiert. Die in das Jupa gewählte Julia Friederike Schulze stellte das System mit zwei Wahlbezirken infrage. Ihr seien Wahlberechtigte bekannt, die nicht gewählt haben, weil sie nicht für ihren Favoriten abstimmen konnten.

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