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Experten suchen an der B 217 nach Fliegerbomben

Ronnenberg Experten suchen an der B 217 nach Fliegerbomben

Experten für Kampfmittelbeseitigung haben auf dem Gelände der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) in Ronnenberg mit der Suche nach Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg begonnen. Die Luftbilder des Standorts deuten auf gleich zwei mögliche Blindgänger hin – nur einen Steinwurf entfernt von der Bundesstraße 217.

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Heikle Ausgrabung: Experten einer Firma aus Celle bereiten auf einem Parkplatz des Regionsgeländes in Abstimmung mit dem Kampfmittelbeseitigungsdienst die Bombensuche vor.

Quelle: Ingo Rodriguez

Ronnenberg. Es war nur eine routinemäßige Überprüfung. Peter Seemann von der Ronnenberger Stadtverwaltung nennt es „eine anlassbezogene Auswertung von Luftbildern“. „Es war vorübergehend geplant, auf dem Grundstück der Region Hannover Container für Flüchtlinge aufzustellen“, nennt der städtische Teamleiter den Grund für die vorschriftsmäßige Überprüfung. Inzwischen steht jedoch fest: Etwa 80 Asylbewerber sollen voraussichtlich im Herbst in dem alten Gebäude der Region untergebracht werden.

Seemann ist Anspannung anzumerken: „Sollte sich der Verdacht bestätigen, muss für eine Entschärfung oder Sprengung von möglichen Fliegerbomben das gesamte Gelände im Umkreis von 1000 Metern evakuiert werden“, sagt er. Der Grund für seine Sorgenfalten ist offensichtlich: Rund um die beiden möglichen Fundorte wenige Meter neben dem markanten Schlauchturm und auf einem angrenzenden Parkplatz liegen nicht nur die Feuerwehrtechnische Zentrale und zurzeit noch die Verwaltungsabteilung der Region für Verkehrsordnungswidrigkeiten und Fahrzeugzulassungen. Auch die B 217, das Polizeikommissariat Ronnenberg, eine Tischlerei und ein Wohngebiet an der Straße Zum Alten Garten sind nur einen Steinwurf entfernt. Besonders heikel: An der B 217 liegt eine Großtankstelle mit mehreren Zapfsäulen für Brennstoff.

„Bislang gibt es aber nur zwei Verdachtspunkte“, sagt Seemann. Die Stadt hat als zuständige Gefahrenabwehrbehörde den Grundstücksbesitzer angewiesen, die Vermutung der Experten überprüfen zu lassen. „Wir wurden nach der Luftbildauswertung zur Gefahrenforschung aufgefordert“, sagt Regionssprecherin Christina Kreutz.

Seit gestern tragen Mitarbeiter einer Firma für Kampfmittelbergung aus Celle mit einem Bagger auf einer etwa 100 Quadratmeter großen Fläche am Feldrand schichtweise Erdreich ab. Dort soll eine Tiefensondierung für Klarheit sorgen. „Es werden Löcher in die Erde gebohrt und Kunststoffrohre eingelassen, in denen dann mit Sonden nach Metallrückständen gesucht wird“, sagt Marcus Rausch vom Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen. Die Experten vom zuständigen Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung sind es später auch, die für die Entschärfung oder Sprengung nicht detonierter Bomben zuständig sind. „Die Firma aus Celle bereitet das in enger Abstimmung vor“, weiß Seemann.

Offenbar ist das Fleißarbeit: „Das Areal wurde vor Jahren mit viel hartem Bauschutt aufgefüllt“, sagt der städtische Teamleiter. Ob er die weiträumige Evakuierung des Geländes veranlassen muss, soll bereits morgen Abend feststehen. „Dann rechnen wir mit dem Ergebnis der Sondierung“, sagt Seemann. Laut Region sind eine Tiefen- und eine Flächensondierung geplant. Eine Entschärfung oder Sprengung werde dann sehr kurzfristig veranlasst.

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