Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Bitterer Vorgeschmack auf den Wahlkampf

Ronnenberg Bitterer Vorgeschmack auf den Wahlkampf

Ein Antrag der Freien Wähler für mehr Bürgerbeteiligung und weniger Bürokratie bei der Kommunalwahl hat - trotz Unterstützung von den Grünen - keine Mehrheit im Rat gefunden. Die Debatte offenbarte einen Riss zwischen den Fraktionen.

Voriger Artikel
Turnhallen sind nicht mehr tabu
Nächster Artikel
Stadtfestverein: Finanzen im Plus

Sind bei der Kommunalwahl zwei Wahlzettel besser als einer? Diese Auffassung vertritt die Ratsmehrheit in Ronnenberg.

Quelle: Nancy Heusel

Ronnenberg. Die Idee, die hinter dem Antrag der Freien Wähler steckt, erscheint plausibel - auch für die Grünen, die das Ansinnen unterstützen: Statt wie bisher zwei Wahlbereiche für Ronnenberg - einer für Benthe und Empelde, der andere für Ihme-Roloven, Linderte, Ronnenberg, Vörie und Weetzen - sollte es bei der Kommunalwahl nur noch einen Wahlbereich geben. Das heißt, dass es nur eine Kandidatenliste für die gesamte Stadt gibt und alle Bewerber von allen wahlberechtigten Bürgern gewählt werden können, also der Linderter auch einen Kandidaten aus Empelde ankreuzen kann.

Ein Wahlbereich bedeutet nach Einschätzung von Torsten Jung (Freie Wähler) und Ruth Wenzel (Grüne) mehr Demokratie und weniger bürokratischen Aufwand bei der Durchführung der Wahl. Das sieht die Ratsmehrheit von SPD und CDU nicht so - wie auch schon im Jahr 2011, als ein gleichlautender Antrag der Grünen angelehnt wurde. 21 von 34 Ratsmitgliedern lehnten am Donnerstagabend den Antrag der Freien Wähler ab, 13, darunter auch Bürgermeisterin Stephanie Harms (CDU) und einige SPD-Vertreter - stimmten dafür.

Die Argumente der Gegner zielen in die gleiche Richtung. Dieter Schur (SPD) befürchtet, dass eine gemeinsame Kandidatenliste unübersichtlich ist und der Wähler seinen Kandidaten darauf nicht wiederfindet. Für Hans-Heinrich Hüper (CDU) sind getrennte Wahllisten ebenfalls bürgerfreundlicher. Paul Krause (SPD) sieht gar eine Tapetenrolle vor sich, wenn er an nur eine Kandidatenliste denkt.

Als Torsten Jung seinen Antrag mit den Worten erläuterte, dass viele Bürger eine Zusammenlegung der Wahlbereiche gut finden und die Freien Wähler die einzige Partei sei, die Bürgerinteressen ernst nehme - und das bei der nächsten Kommunalwahl auch kommunizieren werde - wurde die Debatte lebhaft und lieferte einen Vorgeschmack auf den Wahlkampf im kommenden Jahr. Jens Williges (Grüne) warf Jung vor, "das Klima im Rat zu vergiften, weil Sie unterstellen, dass die Freien Wähler als einzige Fraktion Bürgerinteressen wahrnimmt." Paul Krause ergänzte: "Auf Bürgervertretung haben die Freien Wähler kein Monopol. Da sind andere vorher da gewesen."

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Von Redakteur Kerstin Siegmund

doc6spach7nm1cxl9npk5w
Kinder haben viel Spaß am Backofen

Fotostrecke Ronnenberg: Kinder haben viel Spaß am Backofen