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Angst vor Gasunfall wächst

Empelde Angst vor Gasunfall wächst

Nachdem im ostfriesischen Etzel bei Erdgaskavernen Förderstränge - die Salzwasser aus den Kavernen pumpen - wegen angeblich fehlerhafter Bauteile abgerissen sind, sorgen sich die Anwohner der unterirdischen Gasspeicher in Empelde um ihre Sicherheit.

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Wie sicher sind die Gasspeicher? Nach Störfällen in Ostfriesland sind die Anwohner der Kavernen in Empelde besorgt.

Quelle: Rainer Surrey

Empelde. Auf ihrer Internetseite greift die GHG als Betreiber der Empelder Kavernen das Geschehen in Etzel auf. Der Störfall ereignete sich bereits vor fast einem Jahr, erhielt Ende September aber neue Aktualität wegen einer Milliardenklage in den USA. Dort zieht der Betreiber von 47 Kavernen in Ostfriesland gegen einen Konzern vor Gericht, der in dem Gestänge eine falsche Eisenart verbaut haben soll.

Anlass zur Sorge bestehe nicht, teilt die GHG mit, die größtenteils den Stadtwerken Hannover gehört und derzeit drei Kavernen in Empelde betreibt. Vier weitere sollen in den kommenden Jahren betriebsbereit sein. 

Mit Blick auf Etzel verweist die GHG auf ihr zweistufiges Sicherheitssystem und auf eine andere Ausführung der Bauteile. "Für die Förderstrangabrisse in zwei Kavernen in Etzel im November 2014 machen die Aufsichtsbehörden fehlerhafte Bauteile einer Fertigungsserie der Firma Baker Hughes verantwortlich. Die entsprechenden Bauteile für alle Kavernen in Empelde wurden dagegen von der Firma Halliburton geliefert. Da sich die Bauteile der beiden Hersteller voneinander unterscheiden, haben die Schäden in Etzel keine Bedeutung für die Kavernenspeicher in Empelde", teilt die GHG weiter mit.

Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) als Aufsichts- und Genehmigungsbehörde bekräftigt ebenfalls, "dass durch die Schäden an den Fördersträngen keine Gefahr für Mensch und Umwelt bestand oder besteht". Ein zweistufiges Sicherheitskonzept habe den Austritt von Erdgas aus der Kaverne oder dem Förderstrang verhindert und die Kaverne automatisch verschlossen. "Auch die Kavernen in Empelde sind obertägig mit einem sogenannten Eruptionskreuz (Kavernenkopf mit Absperreinrichtungen) und untertage mit einem automatisch arbeitenden Untertage-Sicherheitsventil doppelt gesichert", bekräftigt die GHG.

Die Ereignisse am Kavernenspeicher Etzel sind ein Thema beim öffentlichen Treffen des Runden Tisches Gaskavernen Empelde am 28. Oktober um 18 Uhr im Sitzungszimmer des Rathauses 2 in Empelde, Hansastraße 38. Vertreter der GHG wollen auch zur Bautätigkeit auf dem Betriebsgelände an der Nenndorfer Straße Stellung beziehen. In diesem Jahr hatte es wiederholt Beschwerden von Anwohnern wegen Geräuschbelästigungen gegeben. Ein weiteres Thema ist die Beweissicherung von Gebäudeschäden.

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Von Redakteur Kerstin Siegmund

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