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Anwohner haben den vielen Müll satt

Ronnenberg Anwohner haben den vielen Müll satt

Die Situation am Bahnweg in Ronnenberg stink den Anwohnern zum Himmel. Haufenweise Müll liegt auf dem Fußweg zwischen der Straße Im Goldfeld und dem Bahndamm. Auch viele Hinterlassenschaften von Hunden sind hier zu finden. Am Sonnabend wollen die Bürger dort aufräumen.

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Anwohnerin Doris Peckmann weiß, wo die vermülltesten Stellen zu finden sind.

Quelle: Uwe Kranz

Ronnenberg. Die Nachbarinnen Claudia von Brill und Doris Peckmann haben in den vergangenen Monaten mitangesehen, die der Müll auf dem Bahnweg immer mehr zunahm. Jetzt reicht es ihnen. "Es kotzt einen an, wenn man sieht, dass die Umgebung so zugemüllt wird", sagt von Brill. Am kommenden Sonnabend schließen sie sich mit einer in der eigenen Nachbarschaft initiierten Aktion dem "großen Rausputz" in der Region Hannover an.

Mit Flugblättern haben die beiden Frauen die Nachbarschaft aufgerufen, sich am Sonnabend, 25. März, um 10 Uhr auf dem Wendeplatz der Straße im Goldfeld zusammenzufinden und dem Abfall auf den Leib zu rücken. "Wir freuen uns über jeden, der uns unterstützen wird", heißt es in dem Aufruf.

Wo der Müll zu finden ist, wissen die beiden ganz genau. Auf der Rückseite der eigenen Grundstücke versuchen die Nachbarinnen, so gut es geht, Ordnunug zu halten. Dass es bei anderen Nachbarn anders aussieht, dafür hat Peckmann Verständnis. "Nicht jeder hat auf der Rückseite ein Gartentor und kümmert sich darum, wie es dort aussieht", sagt sie.

Und doch wird es jetzt zuviel. Die Menge des Müll werde unerträglich, meint von Brill, die bereits vor zwei Jahren an einer ähnlichen Aktion teilgenommen hat. Die Fundstücke sind teilweise sehr bemerkenswert. Die üblichen Verpachungen und Flaschen werden flankiert von alten Regenschirmen und ganzen Müllsäcken, die ordnungsgemäß an der Straße abgestellt sicherlich abgeholt worden wären. Jetzt hängen sie zerfetzt in den Büschen. "Wir haben auch schon ganze Säcke gebrauchter Windeln gefunden", erzählt Peckmann. Lediglich Pfandflaschen würden in unregelmäßigen Abständen von Unbekannten eingesammelt, die siech offenbar ein kleines Zubrot damit verdienen.

Über die Verursacher der umfangreichen Verschmutzung können die beiden Frauen nur mutmaßen. Viele Pendler und Schulkinder nutzen den Weg auf dem Weg zum S-Bahn-Haltepunkt an der Benther Straße. Doch diese kommen nur bedingt infrage, da der Müll in anderer Richtung gen Gehrdener Straße noch zunehme, wie Peckmann beobachtet hat. Auch seien  die Reisenden in den Zügen unverdächtig, da sich die Fenster in den S-Bahnen nicht öffnen ließen und der Bahndamm im Niveau ohnehin tiefer liegt als der Weg.

Für den Rausputz am Sonnabend stellt der Entsorger Aha das nötige Werkzeug bereit. Mit Sammelzangen und Säcken ausgestattet wollen sich von Brill und Peckmann gemeinsam mit ihren Helfern ans Aufräumen machen. "Gegen Mittag soll die Aktion beendet sein", kündigen die Nachbarinnen an.

Auch Benthe macht gegen den Müll mobil

Der Ortsrat Benthe plant ebenfalls einen "großen Rausputz“ und lädt alle Bürger am Sonnabend, 25. März, zu der Aktion gegen den weggeworfenen Müll ein. Treffpunkt ist um 10 Uhr auf dem Dorfplatz. Nach getaner Arbeit, für die der Ortsrat etwa zwei Stunden ansetzt, haben alle Helfer die Möglichkeit, sich im Tennisheim des VSV Benthe zu stärken und über die Aktion zu plaudern.

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