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Anwohner klagen über Ruhestörung

Ronnenberg Anwohner klagen über Ruhestörung

Anwohner der Straße Hagacker klagen über Lärmbelästigung, die von einem Kiosk ausgeht. Auch zu schnell fahrende Autos bereiten Probleme.

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Für Werner und Martina Arendt hat sich die Lebensqualität im Hagacker verschlechtert.

Quelle: Kerstin Siegmund

Ronnenberg. Kunden eines Kiosk, die bis 23 Uhr lärmen und in die Vorgärten pinkeln oder ihre Autos mit laufendem Motor abstellen, belästigen Anwohner des Hagackers erheblich. Einige von ihnen haben am Mittwochabend in der Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung ihrem Ärger Luft gemacht. Sie appellierten an die Politiker und die Verwaltung: „Die Stadt soll ein Auge drauf haben.“ Die Wohnqualität habe sich verschlechtert. „Draußen am Kiosk stehen Tische. Ist das jetzt eine Trinkhalle?“, fragte ein Anwohner. Ihre Namen wollen sie nicht in der Zeitung lesen. „Dann werden uns womöglich noch die Autoreifen zerstochen“, sagte ein Mann.

Bei der Polizei hätten sie bisher kein Gehör für ihre Beschwerden wegen Lärm gefunden, ergänzte der Anwohner. Verständnis äußerte dagegen Jörg Bothe (CDU). Der Ausschussvorsitzende, von Beruf Polizeibeamter, hörte sich mit seinen Ratskollegen sowie den Stadtmitarbeitern die Probleme der Hagacker-Bewohner geduldig an. Für eine Lärmbelästigung nach 22 Uhr sei die Polizei durchaus zuständig, sagte Bothe.

Der Verwaltung sind die Probleme bekannt. „Wir sind da dran“, sagte der städtische Fachbereichsleiter Wolfgang Zehler. Die Bewirtschaftung des Kiosk, der in ein früheres Friseurgeschäft eingezogen ist, sei vor einem Jahr genehmigt worden, allerdings ohne Außenbewirtschaftung. „Erste Hinweise auf Störungen erhielten wir im Oktober“, berichtete Zehler. Die Verwaltung habe den Betreiber aufgefordert, die Belästigungen abzustellen. „Danach wurde es besser“, sagte Zehler. Nach neuerlichen Beschwerden sei der Betreiber wieder angeschrieben worden. Der Fachbereichsleiter erinnerte daran, dass der Hagacker keine reine Wohnstraße sei, sondern eine innerörtliche Funktions- und Geschäftsstraße in einem Mischgebiet. Ob Autofahrer dort die Tempo-30-Regelung missachten, wie es die Anwohner behaupten, will die Stadt jetzt mit einer fünftägigen Geschwindigkeitsmessung überprüfen. Vor einem Jahr wurden bei einer Messung keine Verstöße festgestellt.

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Von Redakteur Kerstin Siegmund

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