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Raser auf Empelder Straße geraten ins Visier

Ronnenberg Raser auf Empelder Straße geraten ins Visier

Anwohner sagen den Rasern auf der Empelder Straße in Ronnenberg den Kampf an und überreichen Bürgermeisterin Stephanie Harms eine Unterschriftenliste. Die Verwaltung wird daraufhin in den kommenden Wochen gezielt den Verkehr und das Tempo überwachen.

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Viele Anwohner beschweren sich auf zu hohe Geschwindigkeiten auf der Empelder Straße, auf der derzeit noch gebaut wird.

Quelle: Björn Franz

Ronnenberg. Es waren deutliche Worte, die die kleine Delegation der Anwohner wählte. Vor allem in den Abendstunden würden Autofahrer die vorgeschriebenen 50 Stundenkilometer auf der Empelder Straße in Ronnenberg oft deutlich überschreiten. "Man denkt zum Teil, man wohnt an der Rennstrecke in Oschersleben", sagte Alexander Bönig, der am Mittwochabend während der Sitzung des Stadtplanungsausschusses im Namen der Anwohner eine Liste mit mehr als 150 Unterschriften an Bürgermeisterin Stephanie Harms übergab. Und einer seiner Mitstreiter spitzte es noch ein wenig weiter zu: "Ab 19 Uhr wird 80 gefahren, ab 20 Uhr 90 und ab 21 Uhr dann 120."

Nicht zuletzt angesichts der Bürgerinitiative, die sich für eine Tempo-30-Zone auf der stark befahrenen Straße stark macht, wird die Verwaltung in den kommenden Wochen den Verkehr gezielt überwachen. "Wir warten zunächst einmal die aktuellen Baumaßnahmen ab, die Mitte Oktober beendet sein werden", erklärte Fachbereichsleiter Wolfgang Zehler. "Die ersten Messungen werden wir im November und Dezember durchführen, danach sicherlich noch eine im kommenden Frühjahr."

Dabei soll festgestellt werden, wie viele Fahrzeuge pro Tag die Straße passieren - und mit welchen Geschwindigkeiten. Zehler rechnet mit mehr als 8000 Fahrzeugen pro Tag - und einigen Tempoüberschreitungen. Eine schnelle Lösung für eine Verkehrsberuhigung auf der Straße, auf der derzeit unter anderem ein Radfahrerschutzstreifen entsteht, hält er allerdings dennoch für unwahrscheinlich - ebenso wie die Durchsetzung einer Tempo-30-Zone. Denn die Empelder Straße untersteht der Region Hannover. Und die sprach sich zuletzt mehrfach gegen solche Temporeduzierungen auf stark befahrenen Straßen aus. "Aber ich könnte mir durchaus eine andere Programmierung der Ampel als Verkehrsberuhigung vorstellen", sagte Zehler. Wobei er zu bedenken gibt, dass ein solcher Eingriff in den fließenden Verkehr angesichts der hohen Zahl an Fahrzeugen zu anderen Problemen wie Staus führen könnte.

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Anwohner Alexander Bönig überreicht Bürgermeisterin Stephanie Harms eine Unterschriftenliste zur Situation an der Empelder Straße.

Quelle: Björn Franz
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