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Asylheimpläne: Entwässerung ist ungeklärt

Empelde Asylheimpläne: Entwässerung ist ungeklärt

Hannover bereitet die Bauleitplanung für ein Flüchtlingsheim an der Eichendorffstraße vor. Anwohner sind in Sorge, dass die Entwässerung Probleme bereiten könnte.

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Das Flüchtlingswohnheim könnte hier entstehen.

Quelle: Lina-Marie Fieker

Ronnenberg. Wilhelm Lampe legt die Zeichnungen für das Flüchtlingsheim auf den Tisch. Als Anlieger hat ihm der von der Stadt Hannover beauftragte Architekt die Pläne für das Grundstück an der Eichendorffstraße zur Verfügung gestellt. Das Areal gehört zu Badenstedt, wird aber von der Bundesstraße 65 vom hannoverschen Stadtteil getrennt. Auf 2000 von 19.000 Quadratmetern Fläche will Hannover ein Wohnheim für Asylbewerber errichten. Ein Termin für den Baubeginn ist in Ronnenberg noch nicht bekannt. „Ein Bebauungsplanentwurf liegt uns bisher nicht vor“, sagt der städtische Fachbereichsleiter Wolfgang Zehler. Nachdem Ronnenbergs Rechtsposition in Hannover anerkannt worden sei, müssen auch die Anlieger zu den Bauplänen gehört werden.

Lampe sorgt sich um die Entwässerung des Areals. „Das Gelände ist eine Senke. Das Wasser läuft dort nicht ab. Wir haben schon jetzt häufig mit Hochwasser zu tun“, berichtet der Empelder. Der Bereich müsse aufgefüllt werden, meint der Ingenieur. Er erwartet aus Hannover auch eine Antwort, wie das Abwasser entsorgt werden soll und hat Einspruch gegen die Baupläne eingelegt, sollte das Schmutzwasser in die Empelder Kanalisation eingeleitet werden. Ronnenbergs Verwaltung sind diese Probleme bekannt. „Uns wurde gesagt, dass es Entwässerungsmöglichkeiten nach Hannover gibt“, sagt Zehler. Anderenfalls müssten die technischen Voraussetzungen für eine Einleitung nach Empelde geprüft werden.

Abgesehen vom Entwässerungsproblem sieht Lampe dem Bauvorhaben gelassen entgegen. Nach seinen Informationen soll das geplante Gebäude parallel zu den Wohnhäusern an der Eichendorffstraße errichtet werden. „Für uns ist das ein prima Schallschutz zur Hauptverkehrsstraße“, sagt der Eigentümer. Unterkünfte für Asylbewerber muss auch die Stadt Ronnenberg bereit stellen. Laut Erstem Stadtrat Torsten Kölle werden der Kommune aktuell 19 Asylbewerber zugewiesen, die im Wohnheim in Weetzen Platz finden. „Wir sind aber auch sehr daran interessiert, privaten Wohnraum zu mieten“, sagt Kölle.

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Von Redakteur Kerstin Siegmund

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