Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Aus Fremden werden Freunde

Benthe Aus Fremden werden Freunde

Seit 1990 besteht die Partnerschaft zwischen der Kirchengemeinde Benthe und den Siebenbürger Sachsen in Rumänien. In den vergangenen 25 Jahren hat sich daraus eine tiefe Freundschaft entwickelt.

Voriger Artikel
Manfred Bohr bekommt das Bundesverdienstkreuz
Nächster Artikel
Hunderte Sänger begeistern beim Sängerfest

Pastor Gerhard Servatius-Depner überreicht Benthes Kirchenvorsteher Rüdiger Rode und Fritzi Lorenz beim Besuch in Scholten ein Gastgeschenk.

Quelle: Kirchengemeinde Benthe

Ronnenberg. Kreuze für die Konfirmanden, Feuerholz für die Öfen, unzählige Kartons mit Bekleidung und Haushaltswaren sowie jedes Jahr Weihnachtsgeschenke für die Kinder - die Liste der Dinge, die in den vergangenen 25 Jahren vom Benther Berg nach Siebenbürgen in Rumänien geschickt wurden, ist lang. „Diese Freundschaft soll bleiben. Sie ist genauso wichtig wie die zahlreichen Spenden“, sagt Pfarrer Gerhard Servatius-Depner aus der rumänischen Partnergemeinde. Mit seiner Frau Hildegard und den drei Kindern Jonathan, Katharina und Julius war der 38-Jährige in dieser Woche bei seinem Kollegen Martin Funke in Benthe zu Gast. Zuvor waren Ende Juni Gemeindemitglieder aus Benthe zur 25-Jahr-Feier nach Siebenbürgen gereist.

Servatius-Depner ist einer von 36 deutschsprachigen Pfarrern im heutigen Rumänien. Die von ihm betreuten Gemeinden sind sehr viel kleiner geworden, der Radius dafür umso größer. „Ich bin Pfarrer und Fahrer“, sagt der Seelsorger mit deutschen Wurzeln. Das liegt an der Auswandererwelle, die Ende der Achtzigerjahre in Rumänien begann. Servatius-Depner spricht von einem Exodus. Die jungen Leute gingen weg, die alten und behinderten Menschen blieben allein zurück.

Daraufhin setzte die Hilfe ein, die vom damaligen Seelsorger Friedrich Strauß aus Benthe sowie seinem Kollegen Gerhard Wagner im deutschstämmigen Teil Rumäniens befördert wurde. Seitdem tragen die Spenden dazu bei, dass im früheren Siebenbürgen die Bedürftigen in einem Altenheim versorgt werden können.

Die langjährige Partnerschaft sei ein Gewinn für beide Seiten, sagt Gerhard Servatius-Depner. „Hier in Benthe merken die Menschen, dass man auch mit wenig glücklich sein kann und das Konsum nicht alles ist.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Von Redakteur Kerstin Siegmund

doc6smq4kpbzr51dhmueerm
In Weetzen ist alles selbst gemacht

Fotostrecke Ronnenberg: In Weetzen ist alles selbst gemacht